Die Bahn in Bad Nauheim soll Schallschutz erhalten.
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Die Bahn in Bad Nauheim soll Schallschutz erhalten.

Verkehr Bad Nauheim

Schutz vor Bahnlärm

Es soll leiser werden: 2,7 Kilometer Schallschutzwände für 3,5 Millionen Euro sollen die Bad Nauheimer von Lärm entlasten. Die Lärmschutzwände sollen 2015 gebaut werden.

Die Kurstädter sollen weniger unter lärmenden Zügen leiden. Die Deutsche Bahn will entlang der Main-Weser-Bahn in der Bad Nauheimer Innenstadt und in Schwalheim in gut zwei Jahren Schallschutzwände errichten.

Die Planungen haben laut Bahnsprecher Torsten Sälinger bereits begonnen. Vorgesehen seien drei Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von 2721 Metern. Sie sollen im Zuge des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ errichtet werden.

Westlich der Gleise, also auf der zur Innenstadt gelegenen Seite, sollen vom Empfangsgebäude des Bahnhofs aus je eine Wand mit etwa 1100 Metern Länge zur Straße „Am Steinfurther Weg“ und südlich bis zur Straße „Am Gradierwerk“ entstehen.

Schwalheim entlastet

Die dritte Schallschutzwand ist bei Schwalheim geplant. Sie soll östlich der Gleise 500 Meter lang an der neu errichteten Eisenbahnüberführung der B3/B275 entlangführen.

Dieser Lärmschutz war von Schwalheimer Bürgern nachdrücklich gefordert worden. Vor drei Jahren war die alte Eisenbahnbrücke abgerissen worden. Sie war aus Backstein gemauert und mit Lungenbasalt eingefasst.

Ersetzt wurde die historische Brücke aus den Gründungstagen der Main-Weser-Bahn durch eine Stahlbetonkonstruktion. Die sei viel lauter als die alte, beklagten Anwohner. Sie gründeten die „Bürgerinitiative gegen Bahnlärm“ und forderten eine Lärmschutzwand. Bad Nauheims Bürgermeister Armin Häuser (CDU) dankt den Bürgern nun für ihren Einsatz. Deren Engagement und das der Stadt Bad Nauheim habe dazu geführt, „in absehbarer Zeit auch eine deutliche Verringerung der Lärmbelastung in Schwalheim zu erreichen.

Bau im Spätsommer 2015

Die Lärmschutzwände sollen laut Torsten Sälinger im Spätsommer 2015 gebaut werden. Die Gesamtkosten beziffert er auf rund 3,5 Millionen Euro.

Zusätzlich zu den Schallschutzwänden können rund 200 Wohneinheiten mit passivem Schallschutz versehen werden, teilt Sälinger weiter mit. Das könne beispielsweise durch den Einbau von Schallschutzfenstern und von schalldämmenden Lüftern geschehen. (ieb.)

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