Karben

Nordumgehung mit Hürden

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Bald ist der erste Bauabschnitt der Nordumgehung beendet – bald ein halbes Jahr später als geplant. Trotzdem soll das Gesamtprojekt Ende 2016 fertig sein. Bei den Planungen traten Probleme auf. Für Hessen Mobil sind jetzt aber alle ausgeräumt. Ob das so ist, scheint unsicher.

Ein halbes Jahr hinkt die Landesverkehrsbehörde Hessen Mobil hinter dem anfänglichen Zeitplan für den ersten Bauabschnitt der Nordumgehung hinterher. Schlechtes Wetter und die Erweiterung der provisorischen Umfahrung auf zwei Spuren gibt Hessen Mobil als Gründe an. Sollte die erste Teilstrecke zwischen dem neuen Kreisverkehr auf der Burg-Gräfenröder-Straße (L 3351) und dem Heldenberger Weg (K 246) ursprünglich Ende Oktober 2014 fertig sein, nennt Hessen Mobil nun Ende April als Termin für die Freigabe.

Die Fertigstellung der gesamten rund 3,2 Kilometer langen Ortsumfahrung zwischen der Bundesstraße 3 und der Kreisstraße 246 vor Groß-Karben soll sich dadurch allerdings nicht verzögern. Sie ist für November 2016 vorgesehen. Die Verspätung habe „grundsätzlich keine Auswirkungen auf den Endtermin“, sagte Udo Goerz von der Deges-Projektplanung am Montag bei einer Informationsveranstaltung in Karben.

Bürgermeister Guido Rahn (CDU) bereiteten die Planungen von Hessen Mobil und Deges jedoch zwischenzeitlich Kopfzerbrechen. Denn Hessen Mobil entschied sich laut Sprecherin Monica Bielesch dagegen, den zweiten Bauabschnitt, den Anschluss der Brunnenstraße an die Umfahrung, schon im Frühjahr 2016 freizugeben. Das soll erst gemeinsam mit der Verbindung zur B 3 im November 2016 passieren.

Bis kürzlich ein Problem für die geplante Dorferneuerung in Groß-Karben. Denn nur bis Ende 2016 gibt es für diese noch Fördergelder. Autos, so lautete die Rechnung der Stadt, hätten den bereits freigegebenen Teil bis zur Brunnenstraße nutzen können.

Doch offenbar gibt es laut Ekkehart Böing, der in der Verwaltung für die Verkehrsplanung zuständig ist, nun den Plan, im Heldenberger Weg, der zur K246 zählt, mit der Dorferneuerung anzufangen. Der Heldenberger Weg werde nämlich von einer Kreis- zur Stadtstraße, wenn der erste Bauabschnitt in einigen Wochen beendet sein wird. Hessen Mobil teilte gestern mit, dass es für den weiteren Bauverlauf „aus heutiger Sicht“ nun keine Probleme mehr sehe.

Unterdessen sind auch die Vorbereitungen für den zweiten Bauabschnitt zwischen der L 3351 und der Brunnenstraße angelaufen. Ebenfalls begonnen hat der Bau der neuen Brücke über die S-Bahnstrecke. In der kommenden Nacht werden dort wieder lautstark Sicherungswände eingesetzt. Wegen der Brücke muss laut Hessen Mobil vom 20. April an die Brunnenstraße für ungefähr eine Woche gesperrt werden. Dann kommen die Brückenpfähle in den Boden. Insgesamt würden die Arbeiten an dem Bauwerk voraussichtlich ein Jahr dauern, heißt es von Hessen Mobil.

Ungelöst ist immer noch das Problem der Kreisstraßen-Sanierung zwischen Karben und Nidderau. Beginnt die zu spät, könnte die neue Nordumgehung, die an die K 246 anschließt, erst einmal ins „Nichts“ führen. Denn für die Sanierung ist laut Rahn eine Vollsperrung nötig – 18 Monate lang. „Wir stellen das Geld dieses Jahr zur Verfügung“, sagte Kreissprecher Michael Elsaß gestern. Vom Main-Kinzig-Kreis gebe es keine entsprechenden Signale.

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