Bad Vilbel

Mehr Stellplätze

  • Petra Zeichner
    vonPetra Zeichner
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Eine geänderte Satzung soll für mehr Parkraum in der Stadt sorgen. Allerdings gibt es für Bauherren auch ein Schlupfloch, um sich der Verpflichtung zu entziehen.

Es soll mehr Stellplätze in Bad Vilbel geben. Der Magistrat hat laut einer Mitteilung in seiner Sitzung am 23. Januar eine geänderte Stellplatz- und Ablösesatzung beschlossen. Diese regelt, dass künftig bei Mehrfamilienhäusern pro Wohneinheit zwei Stellplätze nachzuweisen sind, bislang mussten Bauherren beim Neubau eines Mehrfamilienhauses 1,5 Stellplätze nachweisen.

Diese Regelung gelte für alle Gebiete, in denen es keine abweichenden Festsetzungen in einem Bebauungsplan oder der Anlage zur Satzung gebe, heißt es. „Je mehr Stellplätze auf den Baugrundstücken vorhanden sind, desto weniger Autos parken im öffentlichen Raum“, sagt Erster Stadtrat und Verkehrsdezernent Sebastian Wysocki (CDU). Viele Familien besäßen deutlich mehr als ein Auto. Mit der Erhöhung der Pflicht-Stellplätze solle die Lage im öffentlichen Parkraum entspannt werden.

Allerdings können sich Bauherren davon freikaufen, die nötigen Stellplätze zu bauen. Die Berechnung der Ablösesummen orientiert sich laut Magistrat an den Grundstückskosten plus Herstellungskosten und einem festgelegten Faktor, der die unterschiedlichen Gebiete einbezieht.

Bei der Berechnung wird ein Bedarf von 25 Quadratmetern pro Stellplatz angenommen, relevant ist außerdem der jeweilige Bodenrichtwert pro Quadratmeter. So kommen durchschnittliche Baukosten von 2500 Euro für einen Stellplatz zusammen.

Die Stadtverordneten müssen über die Satzung noch abstimmen. Zuvor wird sie am 7. Februar im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss beraten. pz

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