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Carsharing kommt gut an

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Friedberg Angebot floriert in der Kreisstadt / Ein zweiter Wagen steht bereit

Von Bruno Rieb

Die Idee, gemeinsam ein Auto zu nutzten und dadurch Kosten zu sparen, ist in Friedberg gut angekommen. Inzwischen machen so viele Leute beim Carsharing mit, dass ein zweiter Wagen bereit steht. Knapp 20 Leute sind es, die sich die beiden Autos teilen. Die Fixkosten betragen pro Person zwischen drei und 9 Euro monatlich. Hinzu kommen eine einmalige Gebühr für die Zugangskarte und die Kosten für die jeweilige Nutzung, die sich nach Zeit und Kilometer berechnen.

Preisgünstig ist das Autoteilen, weil sich die Fixkosten für Versicherung, Steuern, Wartung und Reparatur auf die Nutzer verteilen. Es ist ideal für Leute, die das Auto als Ergänzung zu Bus, Bahn und Fahrrad nutzen und nur wenig damit fahren wollen.

Die Initiative zum umweltfreundlichen Autoteilen hatte eine Gruppe der Lokalen Agenda 21 in Friedberg ergriffen. Mit Stadtmobil Rhein-Main fand die Gruppe einen Anbieter, der in Frankfurt schon eine große Zahl Autos bereitstellt.

Zentraler Stellplatz

Die Evangelische Kirchengemeinde in Friedberg stellte einen zentralen Parkplatz an der Stadtkirche zur Verfügung. Die Agenda-Gruppe war erfolgreich. Ende vergangenen Jahres waren genug Leute beisammen, die sich ein Auto teilen wollten. Am 11. Dezember stationierte Stadtmobil einen Opel Corsa an der Stadtkirche.

„Inzwischen sind es fast zwanzig Leute, die beim Autoteilen mitmachen“, sagt Doris Jensch von der Agenda-Gruppe. Die nutzten den Corsa so fleißig, dass sie von Stadtmobil einen Zweitwagen spendiert bekommen hätten. Seit dem 19. August steht in der Straße Im Tauben Rain zusätzlich ein Peugeot 107 bereit. Der soll später mal am Bahnhof stationiert werden.

Die gute Erfahrung mit dem ersten Auto hat die Friedberger offenbar vom Autoteilen überzeugt. „Die Initiatoren des Carsharing fühlen sich bestätigt, dass es ein erstes Auto vor Ort geben musste, um der Idee in Friedberg zum Durchbruch zu verhelfen“, sagt Martin Salzwedel von der Agenda-Gruppe.

Die Nutzer der beiden Autos kommen hauptsächlich aus der Kernstadt, einige allerdings auch aus den Ortsteilen. Sogar ein Bad Nauheimer sei dabei, berichtet Doris Jensch. Es seien auch einige dabei, die selbst ein Auto besäßen. Das sei aber eher die Ausnahme.

Mit einem Auto habe es zuletzt gelegentlich Engpässe gegeben, sagt Jensch. Das sei mit dem zweiten Wagen nun behoben. Wenn in der Zukunft weitere 15 bis 20 Nutzer dazu kämen, dann könnten aus zwei Autos auch einmal drei werden. (ieb.)

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