1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Wetterau

Bunte Säfte für Bouffier

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Volker Bouffier (Mitte) hört genau hin.
Volker Bouffier (Mitte) hört genau hin. © Christoph Boeckheler

Der Ministerpräsident besucht Hassia und fragt nach dem Energieverbrauch. Der steigt jährlich um 15 Prozent.

Von Monica Bielesch

Der Ministerpräsident besucht Hassia und fragt nach dem Energieverbrauch. Der steigt jährlich um 15 Prozent.

Ein Glas „Summerkiss“ genehmigte sich Ministerpräsident Volker Bouffier gestern in Bad Vilbel. Bei seinem Besuch der Hassia Mineralquellen GmbH folgte er bei der Getränkewahl der Empfehlung seines Gastgebers Dirk Hinkel, dem geschäftsführenden Gesellschafter der Hassia-Gruppe. Nach der Erfrischung führten Günter und Dirk Hinkel den Ministerpräsidenten durch das Werk an der Gießener Straße. Bouffiers Besuch erfolgte im Rahmen einer eintägigen Tour zu familiengeführten, mittelständischen Unternehmen in Hessen.

Hassia war eine von drei Stationen und Bouffier zeigte sich von der Firmengeschichte der Quellenstädter beeindruckt: „ Es ist erstaunlich, wie ein Familienbetrieb in der fünften Generation Tradition und Hightech miteinander verbindet“, sagte er mitten im Lärm der Maschinen in den Produktionshallen. Er hob den Stellenwert mittelständischer Betriebe als maßgebliche Arbeitgeber in Hessen hervor und meinte: „Hassia ist immer innovativ gewesen, das ist das Spannendste für mich.“ Denn gerade für einen Familienbetrieb sei es eine Herausforderung sich am Markt zu behaupten, so Bouffier.

In den Produktionshallen erhielt er bei einem Rundgang einen kurzen Einblick darüber, wie das Mineralwasser in die Flaschen kommt. Dabei ist es gerade nicht mehr nur Wasser, auf dem der Erfolg von Hassia beruht. Denn mittlerweile gehören zur Hassia-Gruppe sechs weitere Unternehmenstöchter, unter anderem die Rapps Kelterei aus Karben. Und Hassia-Säfte gibt es mittlerweile in Farbnuancen von pistaziengrün bis orangengelb.

Bouffier zeigte sich beeindruckt von der Flexibilität und Leistungsfähigkeit der fast vollautomatischen Abfüllanlagen. Allein in das automatische Regallager mit einem Fassungsvermögen von 40 Tausend Paletten investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben vor zwei Jahren rund 20 Millionen Euro. Anfang kommenden Jahres soll dieses Regallager auf dem ehemaligen Kronia-Gelände im Gewerbegebiet „Rosengarten“ um weitere 20.000 Stellplätze erweitert werden. Kostenpunkt: Rund 10 Millionen Euro.

Der Abriss der alten Kronia-Gebäude sei zum größten Teil bereits beendet, sagte Dirk Hinkel am Rande des Bouffier-Besuches. Bis zum Beginn der Bauarbeiten müsse jedoch gewartet werden, bis die Bebauungsplanänderung wirksam sei. Dennoch drängt für Hassia die Zeit. Denn: „Wir wollen das neue Lager bereits in der nächsten Saison nutzen“, so Hinkel. Die ehemalige Kronia-Transportbrücke soll nach seinen Angaben erhalten bleiben. Was damit geschehe, sei jedoch noch unklar.

Zum Abschluss seines Besuchs sprach Bouffier angesichts der energieintensiven Maschinen den Energieverbrauch bei Hassia an. Die Stromkosten stiegen jährlich um 15 Prozent, so Michael Schmidt, Geschäftsführer Technik bei Hassia. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten Ökologie und Ökonomie gleichrangig zu einem Ergebnis geführt werden, sagte Bouffier und mahnte weniger energieintensive Maschinen an.

Auch interessant

Kommentare