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Fluglärm Bad Vilbel

Bürgerinitiative will Messstellen prüfen

Die Bad Vilbeler Bürgerinitiative gegen Fluglärm fordert eine Prüfung der Messstellen. Mit dem Prüfsiegel hofft die Bürgerinitiative gegen übelwollende Gegner geschützt zu sein, erklärt ein Sprecher.

Die Bürgerinitiative „Bad Vilbel Minus Fluglärm“ fordert den Magistrat auf, zumindest die neue Messstation in Gronau amtlich eichen zu lassen. Es gehe nicht nur darum, einen „validen, möglichen Korrekturfaktor für die Lärmwerte“ zu erhalten. Mit dem Prüfsiegel hoffe die Bürgerinitiative gegen übelwollende Gegner geschützt zu sein, erläutert BI-Sprecher Roland Kasten.

In Gronau ist die fünfte Messstation der BI im Stadtgebiet installiert worden. Die Schallmessungen werden digitalisiert und an den Verein Deutschen Fluglärmmessdienst (DFLD) übermittelt. Auf der Internetseite des DFLDs (www.dfld.de) können die Aufzeichnungen von bundesweit mehr als 500 Stationen abgerufen werden. Auf dieser Liste steht nunmehr auch die neueste Anschaffung der Vilbeler BI.

Sie betont, die technischen Spezifikation der Station weist eine Abweichung von etwa plus-minus 2 Dezibel auf. Dies sei als genau zu bezeichnen, heißt es. Als Privatinitiative verfüge die BI nur über begrenzte finanzielle Mittel, um die Fluglärmsituation über der Stadt zu dokumentieren. Eine behördlich kalibrierte Station würde viele Tausend Euro kosten, so Kasten.

BI fühlt sich diffamiert

In den vergangenen Tagen ist es zu einem heftigen schriftlichen Schlagabtausch zwischen der Bürgerinitiative, die für Bad Vilbel und Karben aktiv ist, und der FDP gekommen. Der Streit ist per E-Mail unter Teilhabe der Presse ausgefochten worden. Kai König (FDP) soll der Bürgerinitiative unterstellt haben, die Messdaten gefälscht zu haben. König soll zudem zur Verärgerungen der Bürgerinitiative von gelegentlichen Fluggeräuschen über der Stadt geschrieben haben, von denen keine gesundheitliche Belastung ausgehe.

Dass von Überflügen durchaus erhebliche Lärmspitzen über der Quellenstadt entstehen, dokumentiert die BI gleichfalls mit ihrer neuen Station in Gronau.

Laut den Aufzeichnungen vom 10. Juni, sind mehrere Einzelschallereignisse mit bis zu 75 Dezibel registriert worden. Ob der Messwerte, die die BI liefert, sieht Jörg-Uwe Hahn (FDP) keinen Anlass, in Wiesbaden eine weitere Anhebung der Flughöhe oder Reduzierung der Flugbewegungen zu fordern.

Die BI lobt hingegen in ihrem Schreiben die Zusammenarbeit mit dem Magistrat. Erster Stadtrat Jörg Frank (CDU) zeigt sich laut Presseestelle der Stadt offen, für die Forderung der Bürgerinitiative.

Gespräche soll es demnächst geben. Kasten sagte der FR, dass die BI die Kosten eruieren werde. Wenn es ob der Ausgaben schon nicht zu einer Eichung kommen sollte, dann wenigstens zu einer preiswerteren Genauigkeitsprüfung. (sun)

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