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Segmüller will in Bad Vilbel ein neues riesiges Möbelhaus bauen. Laut Stadtverwaltung sollen im Gewerbegebiet Quellenpark 45.000 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen.
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Segmüller will in Bad Vilbel ein neues riesiges Möbelhaus bauen. Laut Stadtverwaltung sollen im Gewerbegebiet Quellenpark 45.000 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen.

Neuer Möbelmarkt

Bündnis gegen Segmüller

  • Martin Brust
    VonMartin Brust
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Bad Homburg will die geplante Ansiedlung eines Groß-Möbelmarktes im benachbarten Bad Vilbel verhindern - und versucht jetzt, weitere 20 Kommunen dagegen zu mobilisieren.

Das Bad Homburger Stadtparlament macht sich Sorgen um den Möbelhandel und die Verkehrssituation in der Stadt. Deshalb haben die Parlamentarier sich einstimmig gegen die Ansiedlung von Segmüller in Bad Vilbel ausgesprochen. Sie fordern die Einhaltung des regionalen Einzelhandelskonzepts (REHK) des Planungsverbandes.

Insbesondere kritisiert wird die große Fläche für innenstadtrelevante Waren, die Segmüller in Vilbel bekommen soll. Deshalb wird der Homburger Magistrat aufgefordert, offiziell gegen diese Ansiedlung Stellung zu beziehen. Die gut 5000 Quadratmeter für Geschirr, Textilien oder Technik, die Segmüller neben den 45000 Quadratmetern für Möbel bieten soll, hätten gravierende Auswirkungen auf die Stadt Bad Homburg, so die Stellungnahme, die der FR vorliegt.

Nachteil für Homburgs Händler

Der von Vilbel beantragten Abweichung vom REHK lägen falsche Annahmen zugrunde. Die behaupteten 500 bis 600 neuen Arbeitsplätze würden nur innerhalb der Region verlagert. Die Bevölkerungsentwicklung sei nicht so positiv, wie ein Vilbeler Gutachten annehme; zudem sei der Einzugsbereich falsch. Homburg argumentiert auch mit dem vielen Verkehr auf der L3003. Am Knoten zwischen Ober- und Nieder-Eschbach sowie Süd- und Ostring habe sich der Verkehr seit der Ikea-Ansiedlung in Frankfurt verdoppelt. In die L3003 mündet die L3008, über die Kunden zu Segmüller fahren sollen. Kunden aus dem Hochtaunuskreis „belasten die Verkehrsinfrastruktur zusätzlich“, so heißt es. Auch wurden dem Möbelhandel in der Stadt „in der jüngsten Vergangenheit Beschränkungen auferlegt, die seine Möglichkeiten, auf die Verschärfung der Wettbewerbssituation zu reagieren, verringern.“

Bad Homburg versucht, ein Bündnis gegen Segmüller zu schmieden. Dazu wurden fast 20 Kommunen kontaktiert und zu Gesprächen eingeladen. Wie viele sich gegen die Ansiedlung aussprechen, war aber gestern nicht in Erfahrung zu bringen.

Landrat Joachim Arnold (SPD) begrüßt Segmüller, äußert aber Kritik am Nebensortiment. Bad Vilbels Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) war gestern nicht zu erreichen. In Karben geteilte Meinungen: Der Gewerbeverein hat sich dagegen ausgesprochen, Bürgermeister Guido Rahn (CDU) hat aber keine grundsätzlichen Einwände, fordert jedoch den vierspurigen Ausbau der B3a bis Karben. Auf der Seite der Kritiker sind hingegen Oberursels Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP) und Niederdorfeldens Bürgermeister Matthias Zach (Grüne).

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