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Gut gesichert: der mittelalterliche Festungsring um die Büdinger Altstadt.
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Gut gesichert: der mittelalterliche Festungsring um die Büdinger Altstadt.

Büdingen

Festunganlage im Fokus

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
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Stadt tritt der europäischen Kulturroute „Forte Cultura“ bei. Die Anlage soll dadurch besser dokumentiert werden.

Büdingen ist Mitglied der europäischen Kulturroute „Forte Cultura“ geworden, teilt die Stadt mit. Anders als die Bezeichnung zunächst vermuten lässt, verbindet die derzeit 26 Mitglieder nicht in erster Linie Gesangs- oder Tanzkultur, sondern der Festungsbau. Mit „Forte Culture“ sollen die historischen Wehranlagen stärker für den Tourismus vermarktet werden. Hierzu zählt nicht allein die museale Darstellung. Die Trutzbauten sollen auch Bühne etwa für Sommerkonzerte und Kulisse für Feste sein. Zu den Mitgliedsstädten gehören etwa Berlin, Prag, Ulm, Koblenz und Salzburg. Der Besitz einer mittelalterlichen Anlage ist zudem nicht unbedingt Voraussetzung zur Aufnahme. Das brandenburgische Strausberg ist mit ihrer Bunkeranlage aus den 70er-Jahren zur Zeit der DDR dabei.

Im Büdinger Umland gab es zwar auch Bunker aus der Neuzeit, doch die Stadt renommiert als „Forte Cultura“-Mitglied mit ihrem Schloss, einer einstigen Stauferburg, die noch heute bewohnt ist, und vor allem mit der Altstadt und ihrem weitgehend erhaltenen Festungsring, dessen Bau im 14. Jahrhundert begann. Besonders prägnant steht das mächtige Untertor. Es ist auch als Jerusalemer Tor bekannt. Dieser Name wird einem Fürstensohn zugeschrieben, der von seiner Pilgerreise eine Zeichnung mitgebrachte, die das Schafstor in Jerusalem gezeigte. Der schmale Zugang zur Büdinger Altstadt wird bis heute von der Doppelturmanlage flankiert. Die Türme haben einen Durchmesser von knapp vier Metern und eine Wandstärke von bis zu 1,6 Metern, um den Beschuss mit mittelalterlichen Geschützen Stand zu halten.

Mit der Mitgliedschaft in „Forte Cultura“ soll die Festungsanlage nun besser dokumentiert und erfasst werden, um auch für Besucher:innen und Interessierte seine Besonderheiten aufzuzeigen, heißt es. Denn mit diesem nahezu unveränderten Befestigungsring besitze die Stadt einen wertvollen Zeugen der Geschichte des Festungsbaus.

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