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Wetterau

Bigo bringt Markt in Bewegung

  • Claudia Isabel Rittel
    VonClaudia Isabel Rittel
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Fünf Kommunen verlassen die Breitband-Gesellschaft / Keine Nachteile.

Nach und nach kristallisiert sich heraus, welche Wetterauer Gemeinden den Ausbau für ein schnelles Internet gemeinsam stemmen wollen.

Die Kreise Vogelsberg und Wetterau haben gemeinsam die Breitband-Infrastruktur-Gesellschaft-Oberhessen, kurz Bigo, gegründet, um die Regionen mit schnellem Internet zu versorgen, in denen privaten Anbietern wie die Telekom oder Unitymedia der Netzausbau nicht einträglich genug erscheint. Die Bigo wird das Netz bauen und es an einen Anbieter vermieten. Die Einnahmen aus der Miete sollen ein Großteil der Investitionen refinanzieren.

Das Markterkundungsverfahren der Bigo zeigte, dass sowohl Friedberg als auch Rockenberg in den kommenden drei Jahren von der Telekom ans Glasfasernetz angeschlossen werden. Folge davon ist: Hier darf die Bigo laut EU-Recht nicht aktiv werden.

Auch in Büdingen und Kefenrod wird die Bigo nicht das schnelle Internet bauen. Die Städte haben sich entschieden den Ausbau gemeinsam auszuschreiben und einem Anbieter einen einmaligen Zuschuss dafür zu zahlen. Dadurch, hofft Bürgermeister Erich Spamer (Freie Wähler), werde der Ausbau in Büdingen schneller gehen. Zudem hält er die Berechnungen für die Finanzierung für zu riskant. Noch ist allerdings unklar, wie hoch der Zuschuss sein wird, den Büdingen und Kefenrod zahlen müssen. Bei der Bigo hätte Büdingen zunächst gut 300 000 Euro investieren müssen.

Kürzlich begonnen hat der Breitbandausbau in Limeshain. Hier hat die Breitband Main-Kinzig GmbH kürzlich begonnen, das Netz auszubauen, bis Ende Mai sollen die Stadtteile Hainchen und Himbach ans schnelle Internet angeschlossen sein.

Schnelles Internet kostet die Kommunen 14,50 Euro pro Einwohner an Eigenkapital

Von den 25 Kommunen im Kreis sind jetzt noch 15 Mitglied in der Bigo. Auf sie habe der Rückzug von Büdingen, Kefenrod, Limeshain, Friedberg und Rockenberg aber keine negativen Auswirkungen, betont Matthias Flor, der die Wetterauer Teilgesellschaft der Bigo führt.

Zwar bleibt es dabei, dass die Gesellschaft insgesamt Eigenkapital in Höhe von zehn Millionen Euro aufbringen soll – davon 4,3 Millionen Euro aus dem Wetteraukreis. Die Höhe der Zahlungen der Kommunen richtet sich aber weiterhin nach deren Einwohnern; was jetzt fehlt, übernimmt laut Flor der Kreis.

Was die übrigen Kommunen ganz genau zahlen müssten, zeige sich, wenn ein Betreiber für das Netz gefunden sei – denn an der Miete, die er zahlt, hängt auch, ob die Finanzierung steht. Flor betont aber: „Die Planung ist sehr konservativ“. Mit hohen Nachzahlungen seitens der Kommunen sei nicht zu rechnen. Wenn es optimal laufe, brauche die Bigo kein weiteres Geld von den Kommunen.

Grund dafür ist auch, dass die Bigo mit einem Zuschuss von gut zehn Millionen Euro aus EU-Geldern rechnet. „Davon können diejenigen, die jetzt rausgehen natürlich nicht mehr profitieren“, sagt Flor. Derzeit verhandelt die Bigo mit Banken über Kredite. Die gesamten Kosten für den Ausbau werden bisher auf 70 Millionen Euro geschätzt.

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