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Ernst-Reuter-Schule

Betreuung gesichert

  • Martin Brust
    VonMartin Brust
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Bei Schulvorbereitungs-Projekt an der Ernst-Reuter-Schule auf dem Bad Vilbeler Heilsberg gibt es Ärger. Der Trägerverein will sich darum bemühen, dass nicht ausgerechnet die Kinder darunter leiden müssen.

Das Schulvorbereitungsjahr (SVJ) an der Ernst-Reuter-Schule auf dem Heilsberg gilt als erfolgreiches Pilotprojekt, das sogar die Aufmerksamkeit des hessischen Integrationsministers Jörg-Uwe Hahn (FDP) auf sich gezogen hat. Auch die Nachfrage nach den Plätzen in dem Projekt, bei dem Vorschulkinder zwischen fünf und sieben Jahren auf die Schule vorbereitet werden, steigt seit Projektbeginn im Oktober 2008 stetig – obwohl die Teilnahme 150 Euro im Monat kostet.

Intern aber hat es Ärger gegeben, erst hat Ende 2010 die Leiterin die Brocken hingeschmissen, nun folgten Knall auf Fall drei der fünf Pädagogen. Das hatte bei einigen betroffenen Eltern offensichtlich zu massiven Sorgen über die Betreuung ihrer Kinder geführt, denn es gab sogar anonyme E-Mails an die Medien, die Schulverwaltung, die politischen Parteien und städtische Ämter. Die Eltern hatten befürchtet, dass ihre Kinder ab dem 15. April ohne oder mit personell unzureichender Betreuung dastehen würden.

Der Wirbel und die Medienberichterstattung waren aber offensichtlich voreilig, denn wenige Tage nach der ersten E-Mail zogen die Eltern ihr Schreiben zurück und baten darum, „von jedweder Veröffentlichung abzusehen“. Missverständnisse, Verallgemeinerungen und Falschinformation habe sich darin befunden. Auf einen Kontaktversuch der Frankfurter Rundschau hatten die anonymen E-Mail-Absender nicht reagiert.

Nun stellt sich die aktuelle Lage so dar, dass der Trägerverein des SVJ, die Möwe Jonathan, mit drei Bewerbern bereits in sehr konkreten Gesprächen für die frei gewordenen Stellen ist. Weitere Gespräche sind geplant. Burkhard Fiebig vom Möwen-Vorstand zeigt „Verständnis für die Ängste der Eltern“, nicht hingegen für das Verhalten der drei Pädagogen.

„In jedem Team kann es mal Ärger geben, aber so kurzfristig die Kinder und Eltern im Stich zu lassen, ist kein guter Stil“, findet Fiebig. Man habe Teamgespräche und Supervision angeboten, aber die drei Mitarbeiter seien nicht bereit gewesen, wenigstens bis zum Ende des Schuljahres zu bleiben. Wenige Monate vor den Sommerferien ist es aber schwierig, Pädagogen für freie Stellen zu finden. Die drei ehemaligen Teammitarbeiter hatten Kündigungsfristen von nur vier Wochen. Über die Gründe für den Ärger im Team war nichts Handfestes zu erfahren.

Fiebig betont, dass das Osterprogramm gesichert sei. Erst vergangenen Freitag habe es einen Ausflug zum Flughafen gegeben. Bis neues Personal eingestellt sei, werde man die Betreuung mit den vorhandenen Pädagogen – 33 arbeiten insgesamt für die Möwe Jonathan – sicherstellen.

Das SVJ soll den Übergang vom Kindergarten zur Schule erleichtern. Im ersten Jahr waren acht Kinder dabei, im zweiten 15, aktuell 26. Sieben haben einen Migrationshintergrund, eins braucht wegen einer Behinderung besondere Betreuung. Die Vorschule bietet gemeinsames Mittagessen an. Das SVJ fördert Kinder durch den Wechsel von Lern- und Spielphasen und gemeinsame Projekte mit Grundschulklassen. Auch zur Verbesserung der Deutschkenntnisse oder der sozialen Kompetenz werden Angebote gemacht. Im Kommunalwahlkampf gab es eine Debatte darüber, ob das SVJ besser an Schulen oder an Kitas angeboten werden solle.

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