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Bestnote für Sozialstation

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Sabine Theobald steht an der Spitze der Sozialstation.
Sabine Theobald steht an der Spitze der Sozialstation. © Sascha Rheker

Rosbach Medizinischer Dienst der Krankenversicherung bescheinigt sehr gute Pflege

Von Monica Bielesch

Fast übersieht der Besucher das Schild der Sozialstation Rosbach „Häusliche Pflege“ in der Konrad-Adenauer-Straße 25. Es ist eher unscheinbar, klein und geht neben den großen Werbetafeln der umliegenden Geschäfte fast unter. Dabei muss sich die Pflegestation, die für die Kommunen Niddatal, Wöllstadt und Rosbach zuständig ist, nicht verstecken. Sie ist vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen in Hessen (MDK) überprüft worden und hat die Bestnote „1“ erhalten.

Der Verbandsvorsteher der Sozialstation, Rosbachs parteiloser Bürgermeister Detlef Brechtel, hatte sich aus diesem Anlass insbesondere bei der Pflegedienstleiterin Sabine Theobald bedankt. Diese jedoch ist bescheiden und verweist auf ihre Kollegin, die für das Qualitätsmanagement verantwortlich ist. „Sie trägt den Hauptteil dazu bei“, so Theobald bei einem Rundgang durch die Büros.

Die Station besteht aus zwei großen Büros, einem großen Besprechungsraum, einem Abstellraum und Sozialräumen auf den 135 Quadratmetern der Pflegestation an der Konrad-Adenauer-Straße. Von den 28 Pflegekräften sieht der Besucher an diesem Vormittag keinen, denn sie sind seit 6.30 Uhr unterwegs auf ihren Touren bei den Klienten.

Zur Hälfte Pflegepatienten

170 Menschen in den neun Stadtteilen der angeschlossenen Kommunen versorgt die Sozialstation. „Manche mehrmals täglich, manche nur zweimal die Woche“, erzählt Theobald über ihre Arbeit. Die Hälfte der Klienten sind Pflegepatienten, die andere Hälfte braucht nur Behandlungspflege, wie etwa regelmäßige Insulinspritzen. Dabei reichen die Tätigkeiten der Pflegerinnen von der Hilfe beim Einkaufen, über Körperpflege, Hilfe bei Mobilität oder Verabreichung von Medikamenten bis zur Wundversorgung. Jeder Klient hat vor Ort eine rote Mappe mit unzähligen Blättern. Auf dem Stammblatt, dem Beratungsblatt und den Berichtsblättern wird jede Einzelheit der Pflegeleistungen und -tätigkeiten dokumentiert. „Die Standards bei der Dokumentation haben in den letzten Jahren stark zugenommen“, berichtet Theobald. Diese Dokumentation sei „absolut sinnvoll“, nehme aber langsam überhand. Aber genau diese Dokumentationen werden vom MDK bei ihren Überprüfungen unter die Lupe genommen. Eingesehen werden nicht nur die Akten der Station, die Prüfer begleiten das Pflegepersonal auch auf ihren Touren und befragen die Patienten. Der MDK kündigt sich immer sehr kurzfristig an. Theobald: „Meistens nur einen Tag vorher und immer per Fax.“

Test nach dem Zufallsprinzip

Darum schaut die Pflegedienstleiterin immer als Erstes zum Faxgerät. Die Prüfer wählen nach dem Zufallsprinzip einige Fälle aus allen Pflegebedürftigen heraus und kontrollieren diese besonders intensiv. „Es ist jedes Mal sehr anstrengend“, sagt Theobald, die gelernte Krankenschwester ist. Denn neben der Prüfung, die ein Mal jährlich stattfindet, muss die Station ihren laufenden Betrieb aufrechterhalten.

Seit 20 Jahren besteht die Sozialstation und hatte früher in der Wasserburg in Nieder-Rosbach ihre Büroräume. 2009 erfolgte der Umzug in die Räume in der Konrad-Adenauer-Straße.

Die 54-jährige Pflegedienstleiterin Theobald geht in ihrem vielseitigen und abwechslungsreichen Job auf. „Es ist mir wichtig, Pflegebedürftigen zu ermöglichen, möglichst lange zu Hause zu bleiben.“

Sozialstation Niddatal, Wöllstadt, Rosbach sitzt in der Konrad-Adenauer-Straße 25 in Ober-Rosbach, Telefon 06003/810122, geöffnet montags bis freitags 8.30 bis 15.30 Uhr. E-Mail: info@sozialstation-rosbach.de. Internet: www.sozialstation-rosbach.de

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