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Bad Vilbel/Wetterau

Mit Bakterien gegen Raupen

  • Martin Brust
    VonMartin Brust
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Die Stadt Bad Vilbel lässt derzeit die Larven des Eichenprozessionsspinners an rund 700 Eichen und Hainbuchen im Stadtgebiet bekämpfen.

Im September 2010 waren im Stadtgebiet an etwa 60 Bäumen die Nester dieses Nachtfalters gefunden und entfernt worden. Vermutlich sei auch heuer wieder verstärkter Befall zu erwarten, so die Stadt. Deshalb habe man sich für Vorbeugung entschieden, die auch wesentlich günstiger sei als das manuelle Entfernen einzelner Nester aus den Bäumen.

Ungefährliches Mittel

Die vorbeugende Bekämpfung ist nur möglich bis zum Ende des zweiten Raupenstadiums, bis etwa Anfang Mai. Danach bilden die Raupen die gefährlichen Brennhaare aus, die zu Problemen bei Menschen führen können. Die Tiere können dann nur noch durch spezielle Schädlingsbekämpfer entfernt werden.

Jetzt aber können die Larven noch mit einem Insektizid bekämpft werden, das von einer Vilbeler Firma mit einem Vernebler aufgebracht wird. Verwendet wird ein Mittel, das das Bacillus thuringiensis enthält. Diese sogenannten Bt-Präparate sind in der ökologischen Landwirtschaft zugelassen und es sind keine schädlichen Auswirkungen auf Menschen, Säugetiere, Vögel, Amphibien, Reptilien und Fische bekannt. Auch andere Insekten und ausgewachsene Schmetterlinge werden laut forstlicher Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg nicht geschädigt.

Das Mittel wird mittels eines Spray-Systems aufgebracht. Dabei wird ein sehr feiner Nebel erzeugt, der für einheitliche Bedeckung und Verteilung sorgen soll. Die Flüssigkeit laufe so auch nicht den Baum hinunter, deshalb müsse auch nur während des Aufsprühens der jeweilige Standort gesperrt werden.

Danach seien keine Wartezeiten einzuhalten, da das Mittel für Menschen harmlos sei, heißt es seitens der Stadt. Das Amt für Straßen und Verkehrswesen Gelnhausen bekämpft derzeit ebenfalls den Eichenprozessionsspinner auf Bundes-, Land- und Kreisstraßen. Im Wetteraukreis sind die drei größten Einsatzorte die B521 zwischen Altenstadt und A45, die Landesstraße von Karben nach Burg-Gräfenrode sowie die Landesstraße zwischen Echzell und der B455.

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