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Die Zauberflöte für Kinder

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Mozarts Zauberflöte gilt als populärste Oper überhaupt. Unser Bild zeigt die Notenhandschrift aus der Staatsbibliothek Berlin.
Mozarts Zauberflöte gilt als populärste Oper überhaupt. Unser Bild zeigt die Notenhandschrift aus der Staatsbibliothek Berlin. © dpa

Das Kinderprogramm der Bad Vilbeler Burgfestspiele 2011 wird um eine große Attraktion erweitert: Die „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart wird in eigener Regie als Kinderoper in insgesamt 13 Vorstellungen dargeboten.

Von Monica Bielesch

Die kindgerechte Inszenierung für Zuschauer ab sechs Jahren entstehe in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Musikhochschule, verkündeten Claus Kunzmann, Intendant der Burgfestspiele und Bad Vilbels Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) bei einem eigens angesetzten Pressegespräch.

Auch die Professoren Hedwig Fassbender und Thomas Heyer begrüßten die Kooperation. Beide unterrichten Gesang an der Hochschule und werden das gute halbe Dutzend Studierende, das in der Bad Vilbeler „Zauberflöte“ mitspielen soll, betreuen. „Dies ist eine wunderbare Gelegenheit für die fortgeschrittenen Studierenden, einen Praxisbezug zu erhalten“, so die Sopranistin Hedwig Fassbender. Thomas Heyer, der als Tenor selbst bereits unzählige Male die Zauberflöte gesungen hat, ergänzte: „Es ist für die Studierenden eine gute Erfahrung, eine komplette Rolle darzustellen und nicht nur eine einzelne Arie zu singen.“

Die Leitung des Projekts werden Markus Höller und Benedikt Borrmann übernehmen. Borrmann sei auch der Ideengeber für die Kooperation zwischen Hochschule und Festspielen gewesen, erzählte Claus Kunzmann. In sehr kurzer Zeit hätten sich die Verantwortlichen auf die Zusammenarbeit geeinigt. „Der Wellenschlag stimmt“, so Kunzmann.

Pianist Markus Höller, der Dozent an der Musikhochschule in Mainz ist, wird gemeinsam mit Borrmann das Ensemble zusammenstellen. „Es gibt ein kleines Orchester mit drei Musikern“, so Höller. Es werden trotzdem viele Instrumente zu hören sein. Höller wirkte bereits bei der diesjährigen UFA-Revue im Burgkeller mit. Für die „Zauberflöte“ muss er sich nun auf anderes Publikum einstellen.

Proben beginnen bereits

Die Aufführung wird rund 90 Minuten dauern – inklusive Pause. Pia Oertel (Bühnenbild) und Viola Lindemann (Kostüme) ergänzen das Produktionsteam. Anfang 2011 soll mit dem Bau der Bühne begonnen werden. Für die Sänger fangen die Vorbereitungen bereits jetzt an. „Wir beginnen bereits mit dem Einstudieren der Partien“, so Heyer. Um Profibedingungen zu schaffen, werde es zudem ein Vorsingen geben, erläuterte Hedwig Fassbender. Die Frankfurter Hochschule kooperiere häufiger mit Spielstätten, doch sei es neu, dass ein Projekt wie jetzt in Bad Vilbel über ein gutes Dutzend Vorstellungen laufen werde. „Es ist Neuland, das wir betreten“, räumte auch Claus Kunzmann ein. Aber gerade der Mut, immer wieder auch Neues zu wagen, sei eine Basis für den Erfolg der Burgfestspiele.

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