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Anne Simmering und Nikolai Radke in „King Kong“.
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Anne Simmering und Nikolai Radke in „King Kong“.

Bad Vilbel Burgfestspiele

„Wir haben keinen WM-Knick“

  • Claudia Isabel Rittel
    VonClaudia Isabel Rittel
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Zur Halbzeit sind mehr als 90.000 Tickets für die Burgfestspiele verkauft. Die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien hat kaum Einfluss auf die Verkaufszahlen gehabt.

Einmal hat der Intendant der Bad Vilbeler Burgfestspiele, Claus-Günther Kunzmann, in dieser Saison ob einer Unwetterwarnung „richtig kalte Füße bekommen“, wie er sagt. Am vergangenen Donnerstag war das, als in Wiesbaden wegen der starken Regenfälle die Keller voller Wasser liefen und Nidda-Wallernhausen völlig überschwemmt wurde und in Bad Vilbel das Stück „Die drei von der Tankstelle“ in Regie von Adelheid Müther gespielt werden sollte.

„An dem Tag habe ich den Palas aus Sicherheitsgründen räumen lassen“, sagte Kunzmann gestern in einem Pressegespräch, bei dem er zur Hälfte der Spielzeit für die noch laufende Saison eine erste Zwischenbilanz zog. Nach einigem Zittern konnte die Vorstellung aber abgehalten werden – „wir haben nur eine Viertelstunde später angefangen“, so Kunzmann.

Der Vorfall war bisher in der Saison einmalig. Und davon abgesehen läuft es auch in diesem Jahr wieder sehr gut.

Insgesamt sind in der laufenden Saison bisher rund 93.000 Karten verkauft worden. Die Zahlen sind alle Näherungswerte, die Kunzmann den gestern anwesenden Journalisten aus dem Kopf mitteilte. Rund 30.000 davon entfallen auf die drei Kindervorstellungen und 43.000 auf die vier Erwachsenenvorstellungen. Die Stücke im Theaterkeller haben bisher rund 20.000 Zuschauer gesehen – auf „King Kong“ unter Regie von Mascha Pitz entfallen davon etwa ein Drittel der Karten, auf „Gut gegen Nordwind“ in Regie von Linus Buck etwa zwei Drittel davon.

Die Zahlen, so Kunzmann, seien „vergleichbar mit denen von 2013. Da hatte er zur Halbzeit den Verkauf von 60.000 Eintrittskarten für die Eigenproduktionen vermeldet. Allerdings gab es da mehr Fremdproduktionen und weniger Eigenproduktionen. In diesem Jahr hat zudem die Saison für die Kindervorstellungen früher begonnen. Bürgermeister und Kulturdezernent Thomas Stöhr (CDU): „Ich bin froh, dass Bad Vilbel und die Menschen aus dem Umland das Angebot dankend annehmen.“

Theaterpädagogik funktioniert

Das Musical „Das Dschungelbuch“ unter Regie von Christian H. Voss und das Schauspiel „Pünktchen und Anton“ in Regie von Kirsten Uttendorf liegen bei den Kinderproduktionen mit rund 12.000 verkauften Karten laut Kunzmann etwa gleichauf. Die für Kinder adaptierte Mozart-Oper „Die Entführung aus dem Serail“ in Regie von Benedikt Borrmann haben 6 000 Zuschauer gesehen. Doch das ist für Kunzmann nicht unerwartet: „Oper ist immer ein bisschen schwieriger“.

Anders als im vergangenen Jahr, als das Musical „Hair“ unter Regie von Daniel Ris und die Komödie „Charleys Tante“ unter Regie von Adelheid Müther als Bringer funktioniert hätten, lägen in diesem Jahr die Verkaufszahlen der Erwachsenenstücke etwa gleich auf. Für die Komödie „Die drei von der Tankstelle“ in Regie von Adelheid Müther und das Musical „Sugar – Manche mögen’s heiß“ in Regie von Daniel Borrmann wurden bisher jeweils 13.000 Karten verkauft. Das Stück „Blues Brothers“ in Regie von Christian H. Voss liegt mit 10.000 Karten etwas dahinter. Lessings Schauspiel „Nathan der Weise“, das Ina-Annett Keppel inszeniert hat, haben 6000 Zuschauer gesehen.

Kunzmann sieht das Konzept als „gut aufgegangen“ an. Vor allem die Theaterpädagogik funktioniere gut. Die Schulklassen, die die Stücke besuchen, kommen laut Kunzmann überwiegend aus dem Einzugsgebiet der Straßenbahnlinie 6 und der Niddertalbahn. Wer diese Anbindung an den Nahverkehr nicht habe, müsse einen Bus mieten. Und das sei für viele zu teuer.

Erfreut zeigte sich Kunzmann darüber, dass die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien kaum Spuren bei den Verkaufszahlen hinterlassen habe. Einen WM-Knick habe es nicht gegeben. Merklich weniger Publikum habe es nur bei den beiden Halbfinalspielen gegeben. „Da war das Haus nur halb voll“, sagte Kunzmann gestern. Für den Abend des Finales hatte er vorausschauend keine Abendveranstaltung terminiert.

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