Bad Vilbel

Bad Vilbel: Votum für Segmüller

Das Stadtparlament Bad Vilbel  stimmt einer Änderung des Bebauungsplans für die Möbelhaus-Filiale zu.

Alle Fraktionen im Bad Vilbeler Stadtparlament – ausgenommen die Grünen – haben sich für die Ansiedlung des Möbelgroßmarkts Segmüller ausgesprochen. In der jüngsten Sitzung stimmten sie der fünften Änderung des Bebauungsplans „Im Schleid“ zu. Das rund 13 Hektar große Gebiet am nördlichen Rand der Kernstadt muss als „Sondergebiet Möbelmarkt“ umgewidmet werden, was ein komplett neues Verfahren mit Anhörung der Träger öffentlicher Belange erforderlich macht.

Ob das Verfahren zugunsten des Standorts Bad Vilbel ausgeht, ist indes offen. CDU, aber auch SPD, begründeten den Vorstoß auch damit, dass die Stadt so Klarheit erhalte, ob Segmüller sich tatsächlich ansiedeln wolle, auch wenn das Nebensortiment nur 800 Quadratmeter groß sein dürfe.

Angesichts des Großprojektes zeigte sich die SPD aber auch weiter skeptisch: Als das Vorhaben vor knapp zehn Jahren diskutiert wurde, seien weder Spring Park Valley, noch Stadthalle, Therme und die Wohnbebauung von Bücher und Henninger absehbar gewesen. „So stellt sich schon die Frage, ob Bad Vilbel eine fünfte Großbaustelle verträgt.“

Die Grünen lehnten den Beschluss ab, da er „die Kaufkraft aus der Stadt auf die grüne Wiese zieht. Gegen die Interessen unserer Einzelhändler, gegen die Interessen von Friedrichsdorf, Bad Homburg und Karben“. Zudem könne die Landesstraße 3008, die schon heute sehr belastet sei, den durch Segmüller zu erwartenden Verkehr nicht mehr verkraften. (pe)

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