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„Von Engpässen nicht betroffen“

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Deutschlands Getränkeindustrie fehlt es an Kohlensäure. Das bremst Brauer und Mineralwasserhersteller aus. Einige fahren die Produktion zurück, und keiner rechnet mit schneller Besserung. Äußerst besorgniserregend nennt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele, die Entwicklung. Kohlensäure werde in der gesamten Ernährungsindustrie für Produktions- und Verpackungsprozesse dringend gebraucht.

Sie sei auch in der Gastronomie nötig, um Bier und andere Getränke beim Zapfen aus den Fässern zu drücken.

Kohlensäure entsteht durch die Reaktion von Kohlendioxid und Wasser. Viele Hersteller bekommen zurzeit weniger CO2, als sie bestellt haben. Das liegt an der Düngemittelbranche. „Als die Gaspreise extrem gestiegen sind, haben die Hersteller von Düngemitteln ihre energieintensive Produktion zurückgefahren“, sagt Bielenstein. „Ein Nebenprodukt der Herstellung ist CO2.“ Der Zusammenhang ist also: weniger Düngemittel gleich weniger Kohlendioxid gleich weniger Kohlensäure.

Doch wie sieht es bei Hassia aus, zu der seit Ende der 90er Jahre auch die Rapp’s Kelterei aus Karben gehört? Müssen Bad Vilbeler bald auf ihren Lieblingssaft oder ihr Wasser verzichten? Nein, sagt Firmensprecherin Sybille Trautmann. „Bei Hassia Mineralquellen nutzen wir für unsere Erfrischungsgetränke seit 2013 biogene Kohlensäure.“ Dabei handele es sich um ein Beiprodukt, der Bioethanol-Gewinnung aus Getreide- und Zuckerrohstoffen, welches freigesetzt und ökologisch sinnvoll weiterverarbeitet wird. „Biogene Kohlensäure stellt ein nachhaltiges und besonders umweltfreundliches Produkt dar“, so Trautmann. „Wir sind von den Engpässen nicht betroffen.“ dpa/wpa

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