Die Badewelt Sinsheim ist Vorbild für das Schwimmbad, das in Bad Vilbel gebaut werden soll. Bild: Badewelt Sinsheim

Bad Vilbel

Bad Vilbel: Streit ums Wellness- und Freizeitbad

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Stadtrat Klaus Minkel (CDU) kontert in Bad Vilbel die Kritik der Grünen, die geplante Badewelt der Wund-Gruppe verbrauche zu viel Fläche und ziehe zu viel Verkehr nach sich.

Als „groteske Angstmache“ bezeichnet Stadtrat Klaus Minkel (CDU) die Darstellung der Grünen zum geplanten Spaß- und Freizeitbad der Wund Gruppe. Das 200-Millionen-Euro-Projekt wurde vergangene Woche öffentlich vorgestellt.

Der zuständige Stadtrat attestiert anders als die Grünen dem Bad eine „extrem gute Wasserbilanz. Die 30 Liter Frischwasser pro Besucher und Jahr seien Bundesdurchschnitt. Hinzu komme jedoch, dass 20 Millionen Liter bislang unbenutztes Quellenwasser die Becken fülle.

Stadtrat Minkel hebt hervor: „Es wird das erste Bad sein, dass den Platinum-Standard für ökologische Bauweise erhält.“ Die Grünen beklagten, dass das 15 Hektar große Grundstück an der Bundesstraße 3 bei dem Bad Vilbeler Stadtteil Massenheim laut dem zweiten Konzept nun weitgehend mit der Badelandschaft überbaut werde. In der ursprünglichen Planung fiel das Gebäude zweigeschossig aus und hätte somit weniger Fläche verbraucht. In der ersten Planung stimmten die Grünen dem Vorhaben zu.

Die Badewelt Sinsheim ist Vorbild für das Schwimmbad, das in Bad Vilbel gebaut werden soll.

Ebenfalls anders als die Grünen sieht Minkel die zusätzliche Verkehrbelastung durch die von der Wund Gruppe prognostizierten durchschnittlich 1,3 Millionen Besucher im Jahr gelassener.

Die Grünen fordern eine Verstärkung des Vilbusses zum Bad. Der Stadtrat setzt augenscheinlich die Priorität anders. Die Stadt bemühe sich darum, für das Bad eine eigene Anbindung an die B3 zu erlangen, um die Innerortsstraßen zu entlasten, schreibt er. Zudem meint Minkel, Jahr für Jahr würden die Autos sowieso sauberer werden.

Er widerlegt ebenfalls die Kostenprognose der Grünen, die von einem deutlich schlechterem Ergebnis für die Stadt ausgeht als ursprünglich berechnet. „Bei 1,3 Millionen Besucher könnten schon 4,5 Millionen Euro statt zwei Millionen Euro erzielt werden“, notiert Minkel. Jeder Besucher über 1,3 Millionen bringe weitere fünf Euro. Die Erhöhung setze gestaffelt ab dem 650 000. Badegast ein, nicht erst bei mehr als 1,3 Millionen Besuchern.

Der Stadtrat kritisiert seinerseits, dass „die Grünen mit keiner Silbe auf die immensen Vorteile für den Sport, Wellness und vor allem Gesundheit“ eingingen. 

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