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Über den Erwartungen

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Es wird schon abgebaut, denn am Wochenende steht das Weinfest in der Burg an. mag © Niklas Mag

Die Burgfestspielsaison 2022 ist zu Ende. Es war die erste Spielzeit nach zwei Jahren mit Corona-Beschränkungen, dafür erschüttert vom Ukraine-Krieg. Alles in allem sind die Verantwortlichen zufrieden: Mit über 99 000 Zuschauerinnen und Zuschauern ist den Festspielen ein Wert über den Erwartungen gelungen.

Man habe die Marke von 100 000 Zuschauerinnen und Zuschauern nur knapp verfehlt, eröffnet Festspiel-Intendant Claus-Günther Kunzmann die Pressekonferenz zum Saisonende. Es seien aber über 99 000 Menschen in den vergangenen Monaten in die Burg gekommen - das übertreffe die Erwartungen.

„Wir hatten in diesem Jahr keine Oper für Kinder und kein Theater für Jugendliche im Theaterkeller, weil wir wegen der Pandemie etwas Sorge hatten und das Risiko reduzieren wollten“, erläutert Kunzmann. „Hätten wir diese beiden Inszenierungen noch angeboten, wären wir deutlich über die 100 000 gekommen.“ Gerade das mache es noch erfreulicher, trotz aller Widrigkeiten 99 000 Besucherinnen und Besucher zählen zu können. Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2019 waren es 108 925 Zuschauer.

Der Ukraine-Krieg hatte den Vorverkauf verlangsamt, die Unsicherheit wegen Corona bestand und besteht ebenfalls. Zur Saisonmitte hatte sich bereits abgezeichnet, dass die Wiederaufnahme von „Sister Act“ eine gute Entscheidung war: „Sister Act war zu 100 Prozent ausverkauft und damit das erfolgreichste Stück bei uns dieses Jahr.“

„Robin Hood“ habe mit 18 000 Zuschauern eine neue Bestmarke für ein Kindertheaterstück gesetzt. „Überall 100 Prozent Auslastung zu haben ist unrealistisch, wir sind deshalb insgesamt sehr zufrieden. ‘Mord im Orientexpress’ ist auch super gelaufen, ‘Viel Lärm um Nichts’ ebenfalls“, fährt Kunzmann fort.

Etwas enttäuschend sei der Ticketverkauf für die „Comedian Harmonists“ gewesen. „Hier hatten wir etwas mehr erwartet.“

Insgesamt 52 000 Zuschauerinnen und Zuschauer haben sich die abendlichen Inszenierungen angesehen. Auf die kurze Liste der Enttäuschungen kommen außerdem die Gastspiele. „Wir haben uns etwas gewundert, dass diese nicht so gut gelaufen sind.“ Ebenso mussten die drei geplanten Vorstellungen von „Sister Act“ in Dreieichenhain ausfallen, auch die „Comedian Harmonists“ und das „Dschungelbuch“ waren zwischenzeitlich von coronabedingten Ausfällen erschüttert. Für den zwischenzeitlich erkrankten Bass-Sänger der „Harmonists“ konnte der Sänger, der die Rolle im vergangenen Jahr in Bad Vilbel gespielt hatte, kurzzeitig einspringen. Beim Dschungelbuch habe man für die Schlange Kaa zwischendurch sogar einen Ersatz für den Ersatz finden müssen. Zwei Aufführungen von „Ewig Jung“ fielen wegen Corona-Erkrankungen aus, weil wegen der aufwendigen Masken kurzfristig kein Ersatz gefunden werden konnte.

„Wir hatten in diesem Jahr stückübergreifend ein herausragende Atmosphäre im Ensemble. Die Spielfreude und die Arbeitsatmosphäre waren enorm gut und ich denke, dass wir das deshalb so gut abfangen konnten, ohne unseren Qualitätsanspruch runterschrauben zu müssen“, meint Kunzmann. „Die Gastronomie ist hervorragend angenommen worden. Alfred DiRienzo von der Alten Mühle identifiziert sich sehr mit der Burg und mit Bad Vilbel und das überträgt sich auf das ganze Team“, lobt der Intendant.

Er wolle sich bei allen Beteiligten für die erfolgreiche Saison bedanken. „Denn auch hinter den Kulissen gab es Ausfälle, die geregelt und aufgefangen werden mussten. Wir haben in der Vorbereitung der Saison keine Probleme gehabt, Techniker und Beleuchter zu finden. Bei den Gewandmeisterinnen war es aber recht schwierig.“

Bürgermeister Sebastian Wysocki (CDU) weiß: „Es liegt nicht zuletzt auch an unserem Intendanten Claus-Günther Kunzmann, dass die Festspielsaison so erfolgreich war. Es war wunderbar und ich möchte dem gesamten Team vor und hinter den Kulissen für den Einsatz danken.“

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Intendant Claus-Günther Kunzmann. red © Niklas Mag

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