+
An der Nidda in Bad Vilbel wird weiter gerodet. 

Bad Vilbel

Trauer um Bäume in Bad Vilbel

  • schließen

Die Bürgerinitiative „Gelbwespen“ ist von weiteren Rodungsarbeiten entlang der Nidda bei Bad Vilbel entsetzt. Sie befürchtet, dass der Kahlschlag dem bevorstehenden Hessentag geschuldet ist.

In den vergangen Tagen sind in Bad Vilbel wieder viele Bäume abgeholzt worden, meldet die Bürgerinitiative (BI) „Gelbwespen“ und fragt sich, wie viele Bäume noch für den Hessentag fallen müssen.

„Wir sind traurig und wütend. An beiden Ufern der Nidda in der Innenstadt und auch in Richtung Dortelweil wird es immer kahler. Müssen so viele Bäume für den Hessentag sterben? Was soll denn statt den Bäumen dorthin – Fahnenmasten vielleicht?“, heißt es in der Mitteilung der „Gelbwesten“.

Vor zwei Monaten habe Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) der Bürgerinitiative versprochen, er werde sich dafür einsetzen, dass Bäume nicht unnötig gefällt werden.

Die BI zweifelt inzwischen an diesem Versprechen. Das sei beim Grünflächenamt offenbar nicht angekommen.

„Hessentag schön und gut, aber der ist nach zwei Wochen vorbei. Die Bäume sind aber für immer weg“, beklagt die BI.

Tausende Bürger hätten mit ihrer Unterschrift gezeigt, dass sie für jeden einzelnen Baum kämpfen werden. „Wirtschaftliche Interessen sind nicht immer am wichtigsten. Die Natur muss ihren Platz behalten“, so Birgit Scholze und Vered Zur in der Mitteilung.

Bereits im Januar und Februar vergangenen Jahres hatten Anwohner und Nachbarn ob des Kahlschlags Alarm geschlagen und die Rodungsarbeiten immer wieder mit der Kamera dokumentiert. Damals hieß es, dass die Bäume und Sträucher dem Ausbau des Niddauferwegs weichen müssten.  

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare