Bad Vilbel

Rücklage für Hessentag

  • Jochen Dietz
    vonJochen Dietz
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Die Stadt verzeichnet im Jahresabschluss 2017 einen unerwarteten Überschuss von 17 Millionen Euro. Ein Teil des Geldes soll für das Hessenfest zurückgelegt werden.

Der Magistrat hat am Montag den Jahresabschluss für das für das Haushaltsjahr 2017 zur Kenntnis genommen. Laut Bürgermeister und Kämmerer Thomas Stöhr (CDU) ist er außergewöhnlich gut. „Das Gesamtergebnis ist viel besser als geplant. So war im Ergebnishaushalt, der die Verwaltung abbildet, mit einem Überschuss von rund 120 000 Euro gerechnet worden. Mit einem jetzt festgestellten Überschuss von rund 17 Millionen Euro ist ein herausragendes Ergebnis eingefahren worden“, so Stöhr in seiner Mitteilung.

Deshalb habe er empfohlen, aus diesem Überschuss drei Millionen Euro für den Hessentag zurückzulegen. Diese Rücklage heute schon bilden zu können, habe den Vorteil, dass dieses Hessentagsgeld nicht mehr zu Lasten künftiger Haushaltsjahre ginge. Insgesamt sei das gute Ergebnis Gewinnen aus Grundstücksverkäufen zu verdanke, bei denen 10,2 Millionen Euro zusammengekommen seien. Im allgemeinen Verwaltungsbereich habe man einen Überschuss von rund 6,8 Millionen Euro einfahren können. Dazu beigetragen hätten unter anderem Steuermehreinnahmen sowie Minderausgaben bei den Sach- und Dienstleistungen sowie den Personalkosten.

Auch der Finanzhaushalt, der die Investitionen widerspiegelt, könne mit erfreulichen Zahlen aufwarten, heißt es. 9,7 Millionen Euro hätten ohne Kreditaufnahme finanziert werden können. Schulden in Höhe von 2,3 Millionen Euro hätten obendrein getilgt werden können. Damit seien die Schulden der Stadt auf 26 Millionen Euro gesunken.

Außerdem verzeichne der Jahresabschluss einen außergewöhnlich hohen Liquiditätszufluss von rund 37 Millionen Euro. „Während andere Städte ihre Kassenkredite in Millionenhöhe belasten müssen, benötigten wir zum Stichtag 1. Januar keinerlei Kassenkredite mehr. Vielmehr bestand am Stichtag sogar ein Liquiditätsüberschuss von rund 23,3 Millionen Euro, der nahezu dem Betrag aller Darlehensschulden der Stadt entsprach“, so Stöhr.

Der Jahresabschluss werde nun dem Rechnungsprüfungsamt vorgelegt, um danach vom Stadtparlament beschlossen zu werden. jo

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