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Verkehrspolitik

Petition für mehr Lärmschutz in Bad Vilbel gestartet

Nachbarschaft im Quellenpark fordert höheren Schutzwall zur Landesstraße.

Mario Vrkic ist einer der Menschen im Stadtteil Quellenpark, die etwas gegen den Lärm der benachbarten, dicht befahrenen Landesstraße unternehmen wollen, die Massenheim mit der Kernstadt und der Büdinger Straße verbindet. Zusammen mit seinem Nachbarn Carsten Siemon hat er eine Petition gestartet, um die Stadt auf das Problem aufmerksam zu machen. Fast 90 Unterschriften aus der Nachbarschaft sind bislang zusammengekommen. Von dem Problem seien nicht nur die direkt anliegenden Häuser betroffen, schreiben Vrkic und Siemon in ihrer Begründung: „Es sind auch die Häuser in zweiter und dritter Reihe.“

Als Folge, so berichteten viele, könnten sie nicht bei geöffneten Fenstern schlafen. „Eine normale Unterhaltung auf der Terrasse muss unterbrochen werden, weil man sein Gegenüber nicht mehr versteht.“ Weiter heißt es: „Der Verkehrslärm ist auch bei geschlossenen Fenstern deutlich zu hören.“

Eigentlich trennt eine Lärmschutzwand das Wohngebiet und die Landesstraße. Doch Anwohnerinnen und Anwohner etwa der Siemensstraße und der Röntgenstraße sind unglücklich mit deren Effizienz: „Der Wall hat genau die Höhe, dass er zwar den Schall im Erdgeschoss abfängt, aber die höheren Etagen kriegen trotzdem alles ab“, moniert Vrkic. „Morgens zwischen fünf und sechs Uhr geht der Lastwagen-Verkehr auf der L3008 los, das ist unfassbar laut“, schreibt er.

Schutzwall

Im neuen Stadtteil Quellenpark ist Lärmschutz seit jeher ein wichtiges Thema. Dieser wird nicht nur von einer Landesstraße durchzogen, sondern liegt auch direkt an der Bahnlinie.

Die Riegelbebauung ist mittlerweile fertig. Große Wohnhäuser direkt an den Bahnschienen gewährleisten den Schallschutz für die Siedlung mit. Die Deutsche Bahn will im Zuge des Ausbaus einen zusätzlichen Lärmschutzwall errichten. nma

Nicht nur die Lastwagen sind es, die den Menschen den Schlaf rauben. Gerade wenn die Straße nicht so stark befahren ist, bietet die vierspurige Landesstraße Rasern eine Rennstrecke. „Besonders aus Massenheimer Richtung werden die Tempolimits wegen dem Gefälle ständig und teilweise stark überschritten. Aufheulende Motoren und Hupkonzerte vor dem Tunnel sind keine Seltenheit, die jeder Bewohner bezeugen kann.“

Die Nachbarschaft will sich jedoch nicht nur auf die Unterschriftenliste verlassen. „Das Ziel der Petition ist es, verdeutlichen zu können, dass dieses Problem angegangen werden muss.“ So hätten sie bereits einen Termin mit Bürgermeister Thomas Stöhr sowie dem Ersten Stadtrat und Verkehrsdezernenten Sebastian Wysocki (beide CDU) gehabt, berichtet Vrkic. „Dort haben wir erklärt, dass wir uns wünschen, dass Bad Vilbel die Initiative ergreift, wenn es auch eine Landesstraße ist. Uns wäre sehr geholfen, wenn die Lärmschutzwand erhöht wird, damit wir auch in den höher liegenden Stockwerken nicht den Verkehrslärm abkriegen.“

Stadtsprecher Yannick Schwander stellte auf Anfrage fest, dass die Stadt zwar unterstützen, das Anliegen aber nicht auf eigene Faust umsetzen könne: „Da es sich um eine Landesstraße handelt, ist Hessen Mobil in der Pflicht“, sagt er. „Wir können da erst mal wenig machen, denn es ist keine städtische Aufgabe, für Lärmschutz auf Landesstraßen zu sorgen.“

Dennoch versichert er: „In den städtischen Gremien kann die Thematik trotzdem diskutiert und gegebenenfalls unterstützt werden, auch wenn die Stadt das Anliegen letztlich nur weiterreichen kann.“

Mario Vrkic ergänzt, dass sie sich auch schon an die einzelnen Parteien gewandt hätten: „Da haben wir bereits Unterstützung erfahren und uns wurde versichert, dass das Ganze thematisiert werden soll.“ Bis zur Neukonstituierungen der Gremien infolge der Kommunalwahl geschieht derzeit zwar nichts. Doch die Petition soll vorerst weiterlaufen und gegebenenfalls offiziell im Rathaus übergeben werden.

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