Ein bisschen BER: Wann mag das Kombibad wohl eröffnen?

Bebauungsplan

Kombibad  Bad Vilbel: Noch offene Fragen

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Es gibt Änderungen beim Kombibad in Bad Vilbel. Kritik kommt von der SPD und den Grünen.

Gegen die Stimmen von SPD und Grüne empfahl der Ortsbeirat Kernstadt am Dienstag dem Stadtparlament, die Änderung des Bebauungsplans für das Kombibad anzunehmen. Für die Annahme stimmte die CDU. Die Wund-Gruppe aus Friedrichshafen will das in Massenheim geplante Bad um das Hotel und eine Heizzentrale abspecken und weniger in die Höhe bauen. Kurz nach Vertragsunterzeichnung mit der Stadt Ende 2017 verunglückte Investor Josef Wund in einem Flugzeug tödlich. Seitdem liegt das Projekt auf Eis, vor allem wegen des Wartens auf den Erbschein.

Zu Jahresbeginn gab die Gruppe bekannt, dass ob der geänderten Bedingungen die Pläne neu bewertet und angepasst werden mussten.

Bei den Grünen kamen im März Zweifel auf, dass die von der Stadt aufgemachte Rechnung nun überhaupt noch aufgeht und das Bad goldene Eier für die Stadt legt, wie es der zuständige Stadtrat Klaus Minkel (CDU) versprach. „5,5 Millionen Euro pro Jahr hatte der Investor zugesagt. Als Gegenleistung sollten die Stadtwerke das Parkhaus bauen und das Grundstück in Erbpacht überlassen“, notiert Grünen-Fraktionschef Jens Matthias. Die Einnahmen würden dringend zur Finanzierung der Stadthalle und für einen ausgeglichenen Haushalt benötigt.

Dieser Tage hat Minkel die von den Grünen seinerzeit gestellte Anfrage beantwortet. Es ging etwa darum, ob die neue Analyse der Wund-Gruppe wirtschaftliche Folgen für Stadt und Stadtwerke habe und mit welchen Einnahmen künftig zu rechnen sei. Minkel gibt sich knapp mit Hinweis auf Vertraulichkeit und dass die Themen zu gegebener Zeit Gegenstand der Beschlussvorlage sein werden.

Die Grünen fordern nun erneut von der Stadt mehr Transparenz. Prestigeprojekte werden wortgewaltig angepriesen und durch die Gremien gepeitscht, schlechte Nachrichten aber verschwiegen, notiert Kathrin Anders, Co-Fraktionschefin.

Vergeblich verlangte am Dienstag im Ortsbeirat auch Katja Meiner (SPD) verbindliche Informationen von Minkel. Die betrafen den Bau des neuen Freibads, den Flächenmehrverbrauch von gut zwei Hektar zu Lasten einer Streuobstwiese, die Klimaströme nach dem Bau der 38 Meter hohen Rutschenturm und nicht zuletzt die Verkehrssituation nach dem nun prognostizierten Besucherplus von 20 Prozent auf 1,3 Millionen pro Jahr, so Meiner. sun

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