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Zu Stoßzeiten, insbesondere an Samstagvormittagen, kann es im bestehenden Hofladen schon mal eng werden. Foto: Renate Hoyer

Bad Vilbel

Neuer Hofladen kann kommen

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Der Dottenfelderhof hat vom Regierungspräsidium Darmstadt die Genehmigung zur Bebauungsplanänderung.

Der Dottenfelderhof ist dem neuen Hofladen einen großen Schritt näher gekommen. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat jetzt die Änderung des Bebauungsplans genehmigt, der im Oktober vergangenen Jahres von den Stadtverordneten verabschiedet wurde.

Laut Roland Wagner, geschäftsführender Gesellschafter der Hofgemeinschaft für biologisch-dynamische Landwirtschaft, reicht es nun, in einem vereinfachten Verfahren den Bauantrag zu stellen, den das Bauamt der Stadt bearbeitet. Die Investitionssumme wird auf mehr als drei Millionen Euro beziffert. Seit gut zehn Jahren bemüht sich der Dottenfelderhof auf den Feldern zwischen Gronau und der Kernstadt um den Neubau.

„Der Bauantrag ist mit der planenden Fachfirma bereits in Vorbereitung“, sagt Wagner. Dieser Tage soll er der Stadt vorgelegt werden. Kommt die Freigabe noch im Januar, könne im Februar oder März mit den ersten Erdarbeiten begonnen werden. „Der Laden wird dann bis zum Hessentag fertig sein“, sagt Wagner. Auf mehr als 700 Quadratmetern Verkaufsfläche, die etwas unter der durchschnittlichen Fläche eines Discountermarktes liegt, können dann an einem Ort eigene Erzeugnisse und die der Partnerbetriebe angeboten werden. Mit dem Neubau soll das Sortiment nicht vergrößert werden, hieß es im Sommer 2018 im Ortsbeirat.

Die Direktvermarktung ist ein wichtiges wirtschaftliches Standbein für den Hof. Zurzeit muss aus räumlichen Gründen das Sortiment wenig kundenfreundlich auf zwei Ladengeschäfte verteilt werden, das erhöht den Zeitaufwand und in den kleinen Läden geht es zu Stoßzeiten beengt zu.

Der Neubau wird in Holzbauweise auf dem provisorischen Parkplatz an der Hofzufahrt entstehen. „Der Betrieb des Gebäudes soll so ökologisch wie möglich erfolgen“, sagt Wagner. Details hierzu würden derzeit ausgearbeitet, etwa dass die Abwärme der Kühlaggregate zum Heizen der Räume genutzt wird.

Neben den beiden Läden werden auch Büro und die auf dem Betriebsgelände verteilten Lager und Kühlräume in das neue Gebäude ziehen. „Die dann kurzen Wege vereinfachen für uns die Logistik, so Wagner. Die Transportwagen müssen dann nicht mehr bei Wind und Wetter ratternd über das historische Pflaster zu den Läden geschoben werden.

Neben dem Gebäude wird ein Kundenparkplatz für Autos und Fahrräder samt E-Tankstelle entstehen. Damit soll der Konflikt von Kunden- und Betriebsverkehr ein Ende haben. Die Kunden parken derzeit am Rande oder im Hof.

Die frei werdenden Räume geben dem Hof Spielraum zu räumlichen Veränderungen. So soll das Hofcafé in eins der bisherigen Ladenlokale ziehen und so das seit 2003 bestehende Provisorium beenden. sun

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