Bad Vilbel

Neue Verkehrsführung wegen S-Bahn-Ausbau

  • vonHolger Pegelow
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Damm am Niddasportfeld wird erweitert. Autofahrer müssen die Umgehungsstraße nutzen.

Der Bau der eigenen Gleise für die S-Bahn-Linie 6 hat auch Folgen für den Autoverkehr in Bad Vilbel: Die Deutsche Bahn (DB) muss im Bereich des Niddasportfeldes einen Damm errichten. Dafür musste eine neue Straße gebaut werden.

Autofahrer müssen sich seit Beginn der Woche umgewöhnen. Denn die Verkehrsführung ist geändert worden, je näher man an die Gleise der Main-Weser-Bahn kommt. Damit die von der Bahn beauftragte Firma mehr Platz hat, ist die Straße „Am Sportfeld“ teilweise gesperrt und teilweise zur Einbahnstraße geworden.

Wegen der Arbeiten zur Gleiserweiterung, sagt Stadtsprecher Yannick Schwander, ist die Straße „Am Sportfeld“ eine Zeitlang nur eingeschränkt befahrbar. Der Bau einer Umgehungsstraße ermöglicht einen Ringverkehr. Die Umgehungsstraße beginnt hinter dem Schulzentrum und ist vom Schwimmbadkreisel abfahrend zu erreichen. Nach dem Schulzentrum stößt sie auf den Riedweg und führt über diesen weiter über die Huizener Straße und die Straße „Am Sportfeld“ wieder heraus.

Im Vorgriff sei der bisherige Rad- und Fußweg durch einen neuen Weg ersetzt worden, der beleuchtet von der Brücke über der B3 von Massenheim kommend, durch das Feld führend auf den Riedweg trifft.

Weil die neue Wegeführung direkt an den Schulen vorbeiführt, haben Bahn und Stadt intensive Gespräche mit den Schulen geführt. Ein Ergebnis ist, dass es auch einen ampelgesicherten Überweg in Höhe der Technischen Hochschule Mittelhessen gibt, sagt Schwander. Am Montagmorgen hat eine Firma zunächst die Absperrungen weggeräumt. Die Ordnungspolizei war vor Ort und hat die Strecke inspiziert. Zudem hat die Stadt dort Tempo 30 angeordnet.

Abgestimmtes Konzept

Nach Angaben von Keith Egloff, der bei der Deutschen Bahn für die Kommunikation der Großprojekte zuständig ist, kann die neue „Ringstraße“ sowohl vom öffentlichen Verkehr als auch vom Baustellenverkehr in beiden Fahrtrichtungen genutzt werden. Sie sei Bestandteil des mit der Stadt abgestimmten Verkehrs- und Logistikkonzepts, in dessen Rahmen auch bauliche Maßnahmen durchgeführt werden.

Wer sich darüber wundert, dass ausgerechnet der Teil der Sportfeldstraße zur Bahn hin noch befahrbar ist, wundert sich zurecht. Es sind laut Stadt und Bahn nämlich zunächst noch „umfangreiche Vorarbeiten“ zu leisten wie etwa Rückbau und Versetzen von bestehenden Bürgersteigen, Beleuchtungsmasten, Parkplätzen und Grünflächen. Auf dem Boden markiert ist auch schon, wie die Ein- und Ausfahrt der Feuerwehr von und zum Stützpunkt verlaufen wird.

Nach Ende dieser Vorarbeiten „rückt“ die Einbahnstraße dann in Richtung Feuerwehrstützpunkt. Ab März beginnen schließlich die Arbeiten zur Herstellung der beiden geplanten Stützwände zwischen der Eisenbahnüberführung und dem Südbahnhof.

Für den Ausbau der Main-Weser-Bahn von zwei auf vier Gleise, hat Bauherrin Deutsche Bahn an vielen Bereichen zwischen Frankfurt-West und Bad Vilbel nur wenig Platz. Normalerweise hätte sie an den Damm der bestehenden Trasse einen weiteren Damm für zwei Gleise gesetzt. Doch Projektleiter Julian Fassing sagt, dass aufgrund des Platzmangels auf jeder Seite des alten Damms ein Gleis gebaut werde.

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