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André (vorne) und Till stempeln die Tage auf ihrem Laufzettel ab, an denen sie zu Fuß in die Schule gekommen sind. Im Hintergrund ihre Klassenlehrerin Simone Scheuermann.
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André (vorne) und Till stempeln die Tage auf ihrem Laufzettel ab, an denen sie zu Fuß in die Schule gekommen sind. Im Hintergrund ihre Klassenlehrerin Simone Scheuermann.

Regenbogenschule Bad Vilbel

Zu Fuß in die Mathe-Stunde

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Viele Schüler bewegen sich zu wenig. Dem will die Regenbogenschule nun abhelfen: Wer regelmäßig zum Unterricht läuft, bekommt für den Verzicht auf das Mama- oder Papa-Taxi schließlich eine Urkunde.

Für die Kinder der Klasse 4b gehört seit einigen Tagen das Abstempeln eines Blattes zum festen Ritual in der Frühstückspause. Wer es schafft, den Kalender mit dem Schulmaskottchen Rudi Regenbogen lückenlos auszufüllen, erhält am letzten Tag vor den Herbstferien eine Urkunde. Bedingung: Die Schüler gehen jeden Tag zu Fuß in den Unterricht – gleich welches Wetter gerade über Dortelweil herrscht. Für die Nutzung des Mama- oder Papa-Taxis nämlich gibt es keinen Stempeldruck.

Die Regenbogenschule beteiligt sich damit erneut an der Aktion „Zu Fuß zur Schule“. Sie folgte neben einer weiteren Wetterauer Schule in Büdingen-Vonhausen dem sechsten bundesweiten Aufruf des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Mitveranstalter ist das Deutsche Kinderhilfswerk.

Start war am Weltjahrestag von „Zu Fuß zur Schule“ am 22. September. „Hierbei geht es nicht allein um eine klassische Verkehrserziehung, etwa mit dem Schauen nach links und rechts“, erläutert der Sprecher des Verkehrsclubs, Christoph Winterberg. Thema sei vielmehr die gesamte Verkehrswahrnehmung. Sie sei schon allein wegen der Körpergröße eine andere und lasse nur eine eingeschränkte Sicht auf das Straßengeschehen zu. Auch Gefahr und Geschwindigkeit könnten Kinder nur bedingt einschätzen. Schüler, die immer nur in die Schule chauffiert werden, seien weniger geübt, sich selbstständig und sicher im Straßenraum zu bewegen.

Das ist jedoch für den Verkehrsclub nicht der einzige Aspekt, Kinder zu animieren, zu Fuß zur Schule zu gehen. Klimaschutz und Fitness seien andere. Außerdem beginne die Schule schon vor dem Klingelzeichen mit einem positiven Erlebnis – Kinder lachten und schwatzten nunmal gerne auf dem gemeinsamen Schulweg.

Für den neunjährigen Till kommt die Autofahrt zur Schule gar nicht in Frage. „Ich habe einen Fußweg von fünf Minuten“, erzählt er. Die Strecke geht er zudem mit seinem Klassenfreund Nico. Für Franziska wäre der ganze Schulweg zu weit, um ihn zu Fuß zu gehen. Sie wohnt inzwischen in Nidderau. Dennoch: „Meine Mutter bringt mich mit dem Auto bis zu unserem früheren Haus. Von dort gehe ich zu Fuß“, erzählt sie.

„Nur ein paar Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Regenbogenschule“, sagt Klassenlehrerin Simone Scheuermann. Es habe damit schon schlimme Erfahrungen gegeben. „Vor Jahren ereignete sich vor der Schule mit einem Elternauto ein schlimmer Unfall.“ Allerdings sind mit der VCD-Aktion auch die Familientaxis kaum weniger geworden. Christoph Winterberg wundert es. „Die Schule liegt mitten im Wohngebiet, das ist bei der Büdinger Schule anders.“

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