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Künstlerin Petra Schüßler malt leuchtende Bilder.

Ausstellung

Kunst für die gute Energie

Die Künstlerin Petra Schüßler stellt 21 ihrer Werke in einer Anwaltskanzlei in Bad Vilbel aus. Ihr Bilder bieten einen farbenfrohen Kontrast zur sachlichen Einrichtung der Kanzlei.

Von Claudia Isabel Ritter

enn man dem Wiedererkennungsmerkmal von Petra Schüßlers Bildern einen Namen geben müsste, so würde es wohl die Bezeichnung einer Farbe bekommen: Orange. Denn die zeichnet die Acrylbilder der Bad Vilbeler Künstlerin besonders aus. Ob abstrakt oder mit Figuren, ob geometrisch oder intuitiv – es sind die strahlenden Farbtöne in orange, gelb und rot, die zentraler Bestandteil aller ihrer Bilder sind. Warum immerzu die gleiche Farbpalette? „Das hat einen spirituellen-philosophischen Hintergrund“, erläutert Schüßler. Im Buddhismus, der sie sehr geprägt habe, sei Orange die Farbe der Erleuchtung. Zudem habe die Farbe eine positive psychologische Wirkung, sagt Schüßler.

Das ist es auch, was die Bad Vilbelerin mit ihrer Kunst erreichen will. „Ich wünsche mir, dass sich die positiven Schwingungen der Bilder auf den Berachter übertragen“, sagt Schüßler. Sie ist überzeugt, dass ihre Bilder ein positives Energiefeld haben.

Für die 55-Jährige ist Malen eine Art Meditation

Beim Malen, erläutert die 55-jährige Künstlerin, höre sie meditative Musik, „die wie die Bilder positiv auf Körper, Geist und Seele wirken“, sagt Schüßler. Die Grafik-Designerin empfindet auch das Malen selbst als Meditation. Für ihre aktuelle Ausstellung, bei der sie in den Räumen der Anwaltskanzlei Advobaten insgesamt 21 Werke zeigt, hat sie eigens einige neue Bilder gemalt. Teils zeigen sie impulsive Motive, teils Figuren oder auch geometrisch aufeinander abgestimmte Formen. Vier der 21 ausgestellten Werke sind Reproduktionen, wie Schüßler sie auch über Onlineportale vertreibt.

„Ich wollte gerne mal hier meine Kunst präsentieren“, sagt Schüßler. Deshalb hat sie sich in ihrem Wohnort Bad Vilbel auf die Suche gemacht. Eine erste kleinere Ausstellung in den Räumen der Geschäftsstelle der Firma Poll Immobilien auf der Frankfurter Straße brachte dessen Inhaber Manfred Janda und seine Gechäftspartnerin Martina Kunze von der Kanzlei Advobaden auf die Idee, eine größerer Ausstellung zu organisieren.

In den kommenden drei Monaten wird Schüßler ihre Acrylbilder nun in Foyer und Konferenzraum der Kanzlei ausstellen. Zugänglich ist sie für jedermann während der Geschäftszeiten der Kanzlei, wochentags von 8 bis 19 Uhr. Die großzügigen Räume in der Parkstraße 1 haben einen Holzboden, helle Wände und es gibt eine graue Sofa-Ecke. Farben gibt es hier wenige, alles ist in einem seriösen Stil gehalten. Umso mehr leuchten die farbenfrohen Bilder von Schüßler.

Schüßlers Bilder stehen einerseits im Kontrast zu dem sachlichen Stil der Einrichtung. Gleichzeitig passen sie so gut in die Räumlichkeiten, als gehörten sie dazu. Die einzige farbliche Verbindung zwischen der Welt der Kunst und der der Juristerei sind in der Kanzlei ein paar Mandarinen, die in einer Obstschale liegen. Sie passen genau in Schüßlers Farbpalette.

Eine Schale mit Mandarinen verbindet die Welt der Kunst mit dem Alltag der Kanzlei

„Es ist erstaunlich, wie Kunden reagieren, wenn sie in einen Raum mit Bildern kommen“, sagt Janda zu den ersten Erfahrungen mit der Ausstellung in seinem Büro. Sie schafften eine freundliche Atmosphäre und regten auch Gespräche an, die über das Geschäftliche hinausgingen.

Deshalb will Kunze in Zukunft dauerhaft Kunst in den Räumen der Kanzlei ausstellen. Von Juni bis September wird ein Frankfurter Fotograf Bilder über das IG-Farben-Haus zeigen und auch für den Herbst ist Kunze bereits in Gesprächen mit einer Künstlerin. Der Grund für Kunze und Janda, Ausstellungen zu organisieren sei zum einen „der Spaß daran, Menschen Bilder zu zeigen“. Es geht aber auch darum, die eigenen Kunden an die Kanzlei zu binden und neue zu gewinnen.

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