Bad Vilbel

Knirpse wollen nicht in Bad Vilbeler Polizeiauto

  • Jochen Dietz
    vonJochen Dietz
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Die Polizei vermeldet eine kuriose Fahndung nach zwei kleinen Kindergarten-Ausbüxern in Bad Vilbel.

Eine erfolgreiche und bemerkenswerte Vermisstensuche vermeldete die Polizei am Montag. Es ist kurz vor 13 Uhr, als ein Kindergarten zwei kleine Jungs als vermisst meldet. Ein Vier- und ein Fünfjähriger sind ausgebüxt. Sofort machen sich die Beamten auf die Suche und werden schon nach nicht ganz zehn Minuten fündig: Eine Streife entdeckt die beiden Knirpse in der Homburger Straße.

Doch dann passiert Unerwartetes, so die Polizei in ihrer Mitteilung. Die beiden Ausreißer erklären den Beamten nämlich erst mal, wo der Hammer hängt: Ins Polizeiauto einsteigen, das gehe gar nicht. Hätten sie doch gelernt, nicht in das Auto von Fremden zu steigen. Also geht man gemeinsam zu Fuß zur Polizeistation.

Dennoch bleiben die beiden misstrauisch und trauen sich nur bis in den Eingangsbereich der Polizeistation. Nein, sie wollten lieber hier auf ihre verständigten Eltern warten.

Da kommt den Beamten die Idee: Die Spielzeugautos, Werbemittel der polizeilichen Präventionsaktion BOB, werden aus dem Fundus geholt. Und siehe da, im Nu sei das Eis zwischen den kleinen und den großen Jungs gebrochen, schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung. Gemeinsam bauen sie die Autos zusammen und drehen Proberunden in der Polizeistation bis die erleichterten Eltern die kleinen Ausreißer in Empfang nehmen. 

Das Vertrauen in die Uniformierten war da. „Wenn sie ihr Abenteuer verdaut haben, werden sie ihren Eltern vielleicht erklären, dass sie später einmal Polizeibeamte werden wollen“, so die Polizei in ihrer Mitteilung.  

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