Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der prächtig eingewachsenen Vilbeler Burg droht ein Kahlschlag.
+
Der prächtig eingewachsenen Vilbeler Burg droht ein Kahlschlag.

Bad Vilbel

Kahlschlag im Burghof

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
    schließen

Die kerngesunden Bäume in der Bad Vilbeler Wasserburg werden gefällt. Bei Gewittern während der Festspiele könnten hier Blitze einschlagen und die Zuschauer gefährden.

Der prächtige Walnussbaum in der Mitte des Hofes der Wasserburg wird gefällt. Das teilt Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) auf Anfrage der Grünen mit. Die Säge soll im Oktober angesetzt werden.

Grund für die Aktion ist offenbar nicht die Gesundheit oder Standsicherheit. Der Baum steht mit seinem kräftigen Stamm zwischen den beiden Publikumstribünen, die während der Burgfestspiele aufgebaut sind. Die Baumkrone überragt diese Aufbauten und den Blitzschutz. Damit bilde das Walnussgewächs eine Gefahr im Falle eines Blitzeinschlages, argumentiert Stöhr.

Nach der Expertise eines vereidigten und öffentlich bestellten Gutachters mache der „Juglans regia“ das „ausgearbeitete Blitzschutzkonzept wirkungslos“. Bei Direkteinschlägen bestehe eine „akute Gefährdung für Personen, die sich während einer Blitzentladung im Bereich des Baumstammes aufhalten“, zitiert Stöhr aus dem Gutachten. Hierbei könne sich eine gefährliche sogenannte Schrittspannung im Umkreis von mehreren Metern aufbauen.

Gutachter rät zum Fällen

„Um ein wirkungsvolles und betriebssicheres Blitzschutzkonzept zu realisieren, das auch einen optimalen Personenschutz gewährleistet, ist der Baum aus der Hofmitte zu entfernen“, rät der Fachmann. Blitzableiter gibt es seit einigen Jahren auf der Burgruine.

Verschwinden wird auch die Esche in der Burg – ebenfalls zur Sicherheit der Festspielbesucher. Der Baum sollte laut Stöhr bereits vor drei Jahren gefällt werden. Man verzichtete aus optischen Gründen. Nun drückten die Wurzeln der Esche gegen die sanierungsreife Burgmauer, was überdies gegen die Esche spreche.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare