Geplantes Dorint-Hotel in Bad Vilbel
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Von der Terrasse des Hotels werden Gäste in den Kurpark und auf die gläserne Orangerie blicken.

Bad Vilbel

Hotelkonzept mit Wassersprudlern

  • vonHolger Pegelow
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Es gibt ein Konzept für einen Neubau mit 180 Zimmern in Bad Vilbel. Die Gastronomie richtet sich auch an Einheimische und Tagesgäste.

Hotels gibt es in Bad Vilbel einige. Aber das, was seit November im westlichen Kurpark entsteht, wird ein besonderes. Die Rüsselsheimer Investoren Thomas und Stephan Schildge errichten für rund 30 Millionen Euro ein Hotel mit 180 Zimmern, das später von der Dorint-Gruppe betrieben wird. Zwar firmiert der Bau entlang der Kasseler Straße neben der neuen Stadthalle und vis-à-vis dem altehrwürdigen Kurhaus unter dem Signum Business-Hotel. „Doch wir wollen ein offenes Haus sein“, betont Dorint-Geschäftsführer Jörg T. Böckeler. Deshalb wende man sich auch an Touristen wie etwa die Besucher der späteren Wund-Thermen oder der Burgfestspiele und an Tagesgäste, die nicht im Hotel wohnen.

Bauen

Im Jahr 2017 hat das Bad Vilbeler Stadtparlament für den westlichen Kurpark einen Grundsatzbeschluss gefasst, der drei Teile enthält: die Sanierung des Kurhauses, den Bau einer neuen Stadthalle und den Bau eines Hotels.

Für den Hotelbau hat die Stadt 3850 Quadratmeter des Kurparks an die Rüsselsheimer Investorenfamilie Schildge verkauft. pe

„Bei uns können Radfahrer eine kleine Rast auf der Terrasse einlegen, aber man kann auch abends in der Bar ein Glas Wein trinken oder nachmittags zum Kaffeetrinken kommen.“ Vorgesehen sind auch kleinere Kunstausstellungen sowie kulturelle Veranstaltungen. Bei der Kölner Hotelkette haben die Verantwortlichen das Konzept für den gastronomischen Bereich entschieden, der im ersten Quartal 2022 den Betrieb aufnehmen soll. Es firmiert laut Böckeler unter dem Namen „Le Bistro 99“ und soll französisches Flair mitbringen. Die Speisen sollen an die französische Küche angelehnt sein, jedoch mit „Lebensmitteln von heimischen Lieferanten“ und aus der Region zubereitet werden. Dorint möchte den Standort Bad Vilbel würdigen, Gäste werden deshalb hier Hassia-Wasser erhalten – anders als in anderen Dorint-Häusern, wo man bundesweit Wasser einer staatlichen Heilquelle bekommt. Das Wasser wird nicht nur in Flaschen serviert, sondern vor allem aus einer Zapfstelle, die in der Hotelbar installiert werden soll.

„Das Thema Wasser wird sich ebenso im übrigen Hotel wiederfinden“, so Investor Stephan Schildge. Beim Rundgang durchs Haus erfährt man, dass es in den Fluren eingelassene Glasbehälter geben wird, in denen das Wasser sprudelt. Auch auf den Zimmern werde sich das Thema finden. Der Investor verrät, dass viel Holz verbaut werde und die Zimmer in Blau- und Aquarelltönen angelegt würden. Die großzügige Bauweise fällt auf. Der Eingangsbereich vom Schwarzen Weg her ist sehr hoch gebaut, dann geht es in den künftigen Bereich der Bar über. Die Wände zeigen bereits, dass das Hotel über große Fenster verfügen wird. In den oberen Stockwerken sind die Zimmer. Beim Rundgang sind bodentiefe Aussparungen zu sehen, zur Bahnlinie und zur Kasseler Straße hin sind die Fenster normal groß. „Für diese Seite haben wir hohe Anforderungen an den Schallschutz“, sagt Schildge. „Aber wenn die Fenster erst mal drin sind, werden die Hotelgäste wenig von der Bahn und der Straße hören“, ist er sich sicher. Zur Kasseler Straße hin ist der Hotelbau sechsgeschossig. Dadurch werde der Kurpark vom Lärm der Kasseler Straße und der Bahnlinie abgeschirmt.

Schildge hebt hervor, dass man zur Straße hin den alten Baumbestand erhalten habe. Zudem habe man mit der Stadt ein Grünkonzept erarbeitet. Der Innenhof werde komplett begrünt und in den Kurpark übergehen. Auf den Dächern des Hotels würden Grünflächen entstehen. Die Energieversorgung des Hauses werde „sehr ressourcenschonend“ sein, betont er. Beim Baufortschritt sei man trotz Corona bisher „im Zeitplan“. Mit der Fertigstellung rechnet Schildge „im ersten Quartal 2022“.

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