Bad Vilbel

Hessentag hinterlässt Spuren

Der Hessentag ist abgesagt. Bad Vilbel profitiert dennoch von den Vorbereitungen für das Großereignis. 2025 könnte die Stadt eine neue Chance nutzen.

Die Stadt Bad Vilbel könnte es 2025 so leicht wie kaum eine andere Stadt in den vergangenen Jahrzehnten haben, einen Hessentag zu veranstalten. Denn die Landesregierung hat das Jahr für die Brunnen- und Festspielstadt quasi reserviert – als Zugeständnis dafür, dass das Fest der Hessen in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Die Stadt wird sich aber erneut bewerben müssen, schon wegen des Fördergelds.

„Es würde mich freuen, wenn Sie die Chance 2025 ergreifen würden“, sagte Staatsminister Axel Wintermeyer (CDU) jüngst bei seinem Besuch, bei dem er sich über die hinterlassenen Spuren der Vorbereitungen informierte.

Ein Projekt ist etwa der Ausbau des stadtseitigen Niddaradweges. Schon länger hatte die Stadt geplant, diesen Weg als gefahrlose parallele Alternative zur für Radfahrer problematischen Frankfurter Straße zu bauen. Der geplante Hessentag hat das Projekt nach vorne gezogen. „Der neue Weg wird fantastisch angenommen“, berichtete Bürgermeister Tomas Stöhr (CDU).

Der Hessentagsbeauftragte Claus-Günther Kunzmann verwies auf neue Sitzbereiche, um die Aufenthaltsqualität an der Nidda zu erhöhen. Der Hessentag habe auch Anstoß dazu gegeben, dass die Stadt ihre Plätze an der Frankfurter Straße aufwerten will. Das ist schon passiert in der Baugasse, aber ganz besonders im Bereich Grüner Weg.

Auch das historische Rathaus erstrahlt in neuem Glanz. Für die Sanierung der Sandstein-Fensterbänke, der Fenster, Türen und des Aufgangs wurden ebenfalls Mittel des Landes in Anspruch genommen. Weitere Spuren sind bei der Alten Mühle, am Römermosaik, dem Hassia-Tempel oder dem Kriegerdenkmal im Kurpark zu sehen. „Die vielen kleinen Projekte sind für die Menschen sichtbarer als die großen“, kommentierte Hessentagsbeauftragter Kunzmann. (pe)

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