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Der Getränkehändler Hassia plant ein weiteres Lager in Bad Vilbel.

Bad Vilbel

Hassia plant neues Lager in Bad Vilbel

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Getränkehersteller könnte nach Umzug der Firma Brother ein weiteres Lager bauen. Die Stadtverordneten haben den entsprechenden Bebauungsplan bereits durchgewunken.

Im Bad Vilbeler Gewerbegebiet Rosengarten wird sich noch in diesem Jahr einiges ändern. Die Firma Brother verlässt ihr angestammtes Domizil und macht Platz für eine Firma, die stetig wächst: Hassia könnte an der Stelle ein neues Hochregallager bauen.

Noch sind nicht alle Verträge in trockenen Tüchern, doch dass sich etwas verändern würde, ist während der jüngsten Sitzungsrunde der Stadtverordneten bekanntgeworden. Die Stadtverordnetenversammlung nahm eine Änderung des Bebauungsplans für den Rosengarten an. Im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss hatte Erster Stadtrat und Baudezernent Sebastian Wysocki (CDU) eine Magistratsvorlage dazu vorgestellt. „Die Hassia kann die Grundstücke von Brother erwerben“, sagte Wysocki. Brother miete sich im Bürokomplex in Dortelweil ein.

Aus der Vorlage geht hervor. dass der Geltungsbereich 24 000 Quadratmeter umfasst. Er beinhaltet die beiden Kaufgrundstücke sowie den dazwischenliegenden Straßenabschnitt der Straße „Im Rosengarten“. Es ist beabsichtigt, das Gebäude von Brother abzureißen. Hassia möchte im Osten neben dem schon bestehenden ein weiteres automatisiertes Regallager errichten. Nach Angaben von Unternehmenssprecherin Sibylle Trautmann hat Hassia bereits drei Hochregallager für insgesamt 67 000 Palettenstellplätze. Im Regallager I im Gewerbegebiet Rosengarten gebe es 40 000 Stellplätze, im Lager II 22 000 weitere. Ein weiteres Regallager habe man an der Büdinger Straße errichtet für 5000 Paletten.

Dass Hassia mehr Lagerplatz braucht, ist nicht nur auf die verstärkte Nachfrage nach Mehrweggebinden zurückzuführen. „Wir haben mittlerweile auch über 100 verschiedene Getränkesorten in der Produktion“, sagt Unternehmenssprecherin Trautmann.

Bau darf 25 Meter hoch sein

Die Sprecher der beiden betroffenen Unternehmen wollten offiziell zurzeit gegenüber der Presse nichts zu den Grundstücksplänen sagen. Dass Brother nach Dortelweil zieht und Hassia sich auf das jetzige Brother-Gelände ausweitet, wollte indes auch niemand dementieren.

Der Erste Stadtrat nannte in der Ausschusssitzung noch ein weiteres Argument für den Bau eines zusätzlichen Regallagers: Auf dem Gelände von Brother könnten bis zu 40 Lastwagen Platz finden. Aktuell fänden nämlich „abenteuerliche Rangiermanöver“ in der Straße statt. Die wären künftig nicht mehr nötig, weil Hassia mehr Platz auf seinem Gelände habe.

Der Bebauungsplan weist eine Bruttogrundfläche von 6400 Quadratmetern für das neue Lager aus, die maximale Gebäudehöhe solle 25 Meter nicht übersteigen. Der westliche Teilbereich sei für eine spätere Bebauung als Reserve sowie für LKW-Stellflächen gedacht.

Mit der Bebauungsplanänderung würden die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Realisierung der beabsichtigten Bebauung geschaffen. Da die Grundflächen der Gebäude insgesamt keine 20 000 Quadratmeter betragen, sei ein beschleunigtes Genehmigungsverfahren nach dem Baugesetzbuch hier zulässig. „Das verkürzte Verfahren erfolgt ohne Umweltverfahren“, informierte Wysocki in der Sitzung.

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