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Gewinner und Verlierer

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Von: Jochen Dietz

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Fahrradklimatest: Hier Freude, dort Kritik. Karben schneidet in der Wetterau am besten ab.

Karben hat beim bundesweiten ADFC-Fahrradklimatest überdurchschnittlich abgeschnitten, teilt die Stadt mit. Bei den Städten unter 50 000 Einwohnern belege sie hessenweit den 18. Platz von 47 vergleichbaren Kommunen und sei damit mit Abstand Gewinnerin im Wetteraukreis.

„Wir freuen uns natürlich über dieses Ergebnis, was aber für uns auch gleichzeitig Ansporn ist, sich weiter im Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur zu engagieren“, so Bürgermeister Guido Rahn (CDU).

Dazu gehöre etwa die Bekämpfung des Parkens auf Radwegen oder die bessere Führung der Fahrradnutzer an Baustellen. Hier werde die Stadt entsprechende Verbesserungen entwickeln und umsetzen. Auch bei der Werbung fürs Radfahren soll es Verbesserungen geben, kündigt Rahn an. „Wir werden demnächst eine separate, kostenlose Radwegekarte für Karben herausbringen.“ Darin enthalten sein sollen die Radwegeverbindungen, die Fahrradhauptrouten, Aussagen über separate Radwege und Infos über Abstellanlagen, Aufladegeräte für Pedelecs, Reparatureinrichtungen sowie Fachgeschäfte.

Auch solle es künftig wieder einen Fahrradaktionstag geben, um das Fahrradfahren zu bewerben. Auch überlege man die Anschaffung öffentlicher Leihfahrräder.

Unterdessen kritisieren die Jusos in Bad Vilbel den Umgang der Stadtpolitik mit dem miesen Abschneiden der Stadt beim Fahrradklimatest. Bad Vilbel landete nur auf Platz 45 von 49 Städten unter 50 000 Einwohnern. Sie seien darüber „schockiert“, dass der Arbeitskreises Verkehr der CDU die ADFC-Umfrage als „Papier der Radfahrlobby“ bezeichnet habe, und dass deren Fragen nur ein „subjektives Gefühl“ wiedergeben würden. So würden etwa die ständig zugeparkten Radwege die „Diskriminierung“ des Fahrradfahrens durch die Politik widerspiegeln. Auch seien zu wenige Einbahnstraßen für Radfahrer geöffnet. Kontrollen seien meist nicht für, sondern gegen sie gerichtet. Es sei zu befürchten, dass auch weiterhin nicht auf Alternativen zum Auto gesetzt werde, obwohl die Kapazitäten der Stadt schon jetzt stark eingeschränkt seien.

„Ein paar Bonbons reichen nicht, um die immensen Probleme für Radfahrende in Bad Vilbel zu lösen und mit den Fortschritten anderer Städte mitzuhalten“, so die Jusos. jo

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