Politik

Gegen Schließung von Schülerhort in Bad Vilbel

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Die geplante Schließung der Spiel- und Lernstube in Bad Vilbel, eines Schülerhorts, kritisieren die Grünen mit harschen Worten. Sie sprechen von einer „sozialen Bankrotterklärung“.

Nach der SPD wenden sich nun auch die örtlichen Grünen gegen die Pläne der Stadt, die Spiel- und Lernstube in der Homburger Straße zu schließen. „Die Antwort auf Personalnot kann nicht die Schließung von Einrichtungen sein“, so Kathrin Anders, sozialpolitische Sprecherin und Fraktionsvorsitzende der Grünen.

Der Schülerhort soll zum Ende des Schuljahres 2020/2021 geschlossen werden. Er sei ein „Auslaufmodell“, weil die Schulen zunehmend auf Ganztagsbetreuung setzten, hatte Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (FDP) den Schritt begründet. Die Erzieherinnen würden in Kindergärten dringender gebraucht.

Nicht jedes Ganztagsschulangebot decke den Betreuungsumfang der Lern- und Spielstube ab, so Anders weiter. Der Hort bietet eine Betreuung bis 17 Uhr, einige Ganztagsschulen würden bereits um 14.30 Uhr schließen.

Grünen-Vorsitzender Clemens Breest: „Der Plan, diesen Hort mit fünf Angestellten zu schließen, ist ein Eingeständnis des Magistrats, nicht ausreichend Erzieher und Erzieherinnen einstellen zu können.“ Weil der Magistrat weder Wohnungen für Kita-Personal bereitstelle noch attraktive Rahmenbedingungen schaffe, sollten Eltern Einschränkungen hinnehmen. „Das ist eine soziale Bankrott-Erklärung für eine reiche Stadt wie Bad Vilbel.“ pz

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