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Europäische Schule unter den Gewinnern

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Neun Schulen wurden heute mit dem Hessischen IHK-Schulpreis für ihre Projekte zur beruflichen Orientierung ausgezeichnet. Sie bereiten ihre Schülerinnen und Schüler mit ideenreichen Aktionen auf den Start in die Berufswelt vor. Überreicht wurden die Urkunden und Preise durch Kultusminister Alexander Lorz und HIHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller im Kurhaus in Wiesbaden.

Das Preisgeld beträgt je Schule 1500 Euro.

Unter den Preisträgern ist auch die Europäische Schule Rhein Main aus Bad Vilbel. Sie wurde prämiert für ihr Projekt „Digitale Plattform zur beruflichen Orientierung“. Ziel des Projektes ist es, eine digitale Plattform zu erarbeiten, auf der alle Mitglieder der Schulgemeinde alle relevanten Informationen zur Beruflichen Orientierung beziehungsweise der Studienberatung finden können. „Die Webseite wird in erster Linie von den Schülerinnen unter Hilfestellung der Lehrer im Unterricht selbst gestaltet und erstellt“, wie Projektkoordinator Michael Nickel mitteilt. Das Projekt solle laufend aktualisiert werden. Dabei spiele auch Nachhaltigkeit eine Rolle. „Nach jedem Referat über ein entsprechendes Berufsbild folgt eine Reflektion, sowohl bei den Zuhörenden als auch bei den Referenten.“ Es wird die Frage diskutiert: „Wie hat euch das Referat im Hinblick auf eure Zukunft beeinflusst?“ Die Kontinuität des Projektes ergibt sich aus der festen Einbettung der Referate in den Lehrplan sowie aufgrund des stetigen Bearbeitens und Aktualisierens der Webseite durch Schüler.

„Die heute ausgezeichneten Schulen geben im besten Sinne Orientierung. Mit großem Einsatz zeigen sie ihren Schülerinnen und Schülern, wie ihr beruflicher Werdegang aussehen kann. Diese praxisnahe Berufsorientierung ist für die Jugendlichen entscheidend. Aber auch für Hessens Wirtschaft, denn sie kann in vielen Berufen ein wirksames Mittel gegen den Fachkräftemangel sein. Schon heute fehlen in Hessen 135 000 Fachkräfte, 86 Prozent davon beruflich Qualifizierte“, so Schoder-Steinmüller. Kultusminister Lorz sagte: „Unsere vielfältigen Angebote zur Berufsorientierung unterstützen die Schülerinnen und Schüler, den für sie passenden Beruf zu finden. Gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben wird damit die Grundlage für die Fachkräfte von morgen gelegt und der hessische Wirtschaftsstandort gesichert.“

„Viele Jugendliche haben die sprichwörtliche Qual der Wahl. Sie sind unsicher, welcher Beruf oder welches Studium zu ihnen passt. Die prämierten Schulprojekte schaffen es, den Jugendlichen in dieser Zeit wertvolle Orientierung zu geben. Unser Wunsch ist, dass alle Schülerinnen und Schüler in Hessen umfassende Berufsorientierung erhalten. Ausbildung und Studium sollten dabei gleichberechtigt vorgestellt werden. Dafür braucht es mehr ausgebildete Lehrkräfte und Fortbildungen für sie, praxisnahe Unterrichtshilfen sowie eine stärkere Kooperation zwischen Schulen und Betrieben“, so Schoder-Steinmüller. Entscheidend sei zudem das Bewusstsein bei Lehrkräften, Eltern und Jugendlichen für die Durchlässigkeit im Bildungssystem, die individuelle Bildungs- und Berufswege ermögliche. red/wpa

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