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Bad Vilbel Kinderbetreuung

Endspurt im Kita-Ausbau

  • Claudia Isabel Rittel
    VonClaudia Isabel Rittel
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Seit April gilt die neue Kita-Satzung in Bad Vilbel. Doch das Sozialamt kämpft mit einer Software, die nicht mit der neuen Gebührenstuktur funktioniert. Dank des Kinderförderungsgesetzes steigt die Zahl der Betreuungsplätze.

Bedarfszahlen gibt es derzeit nicht, die Kita Wirbelwind wird nicht erweitert, und in Dortelweil West hat die Stadt ein Grundstück zur Bebauung mit einer Kita der Europäischen Schule freigegeben. So viel zu den neuesten Entwicklungen in Sachen Kinderbetreuung in Kürze. Gleichzeitig kämpft das Sozialamt mit einer Software, die partout nicht mit der neuen Gebührenstruktur funktioniert.

Seit April gilt die neue Kita-Satzung. Nach Aussage von Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (FDP) hatte die Softwarefirma im Frühjahr zugesagt, sie könne das genutzte Programm kurzfristig auf die modulare Struktur umstellen. Doch bisher klappt das nicht. Abgerechnet wird nach wie vor nach den alten Tarifen. Später soll das ausgeglichen werden.

In Fällen, bei denen sich die Gebühren extrem unterscheiden, schickt das Sozialamt derzeit einzelne Gebührenbescheide raus. Arbeit, die eigentlich das Programm übernehmen sollte. Nun hofft Freund-Hahn, dass das Programm von Juli an funktioniert.

Derweil hat das Stadtparlament am Dienstagabend über Kita-Plätze diskutiert. Während der Ausbau der Kita Wirbelwind in Dortelweil so gut wie vom Tisch ist, hat die Regierungskoalition aus CDU und FDP den Weg für den Bau einer Kita der Europäischen Schule in Dortelweil frei gemacht. Entstehen soll sie im Bereich Konrad-Adenauer-Straße und Margeritenstraße. Wer investieren wird, ist laut offiziellen Aussagen der Stadt noch unklar.

Die Grünen kritisierten das Vorhaben scharf. Vor allem, weil das Fördergeld für 40 weitere Plätze in der Kita Wirbelwind in Dortelweil schon so gut wie zugesagt war. Abrufen wird es die Stadt Bad Vilbel aber wohl nicht. Wir mussten uns entscheiden, sagt Sozialdezernentin Freund-Hahn auf Nachfrage der Frankfurter Rundschau. Wir müssen ja irgendwie auch den Rest finanzieren. 600.000 Euro wären an Zuschüssen gekommen, 1,2 Millionen hätte die Stadt für den Bau selber zuschiessen müssen. Da hat sie sich für den Bau des Kinder- und Gemeinschaftshauses in Massenheim entschieden.

Das sollte eigentlich pünktlich zum 1. August fertig sein, wenn alle Eltern einen Rechtsanspruch auf die Unterbringung ihrer Kleinkinder haben. Nun wird es der 1. Oktober, sagt Freund-Hahn. Dank Kinderförderungsgesetz (KiföG) werden dort aber nicht nur 40 Plätze entstehen, sondern 48. Wir gehen jetzt von 12 Kindern pro Gruppe aus und nicht mehr von 10, so die Sozialdezernentin. Jeder, der in der Verantwortung ist, zittert vor dem 1. August, sagt Freund-Hahn. Denn keiner wisse genau, wie viele Eltern dann Betreuungsplätze für ihre Kinder einfordern würden. Es sei wichtig, entspannt darüber zu diskutieren, was nötig sei, um Bürger zu versorgen. Das weiß ich aber erst am 1. August.

Zahlen kann die Expertin derzeit nicht vorlegen. Eine entsprechende Anfrage der SPD, die eine Liste betreuter Kinder wünschte, sei unmöglich zu beantworten. Das gelte auch für Zahlen, die sich auf betreute Kinder zu den Stichtagen 1. Januar 2013 und 1. April 2013 bezögen. Wir müssen durch den 1. August und dann feststellen wie es aussieht, sagt Freund-Hahn.

Zeit hat sie nun. Denn der Antrag vom 23. Mai wurde in den Sozialausschuss verwiesen, wo die Dezernentin am 26. August Zahlen vorlegen will. Dort soll auch über den Antrag der Grünen zur Erweiterung der Kita Wirbelwind beraten werden.

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