Bad Vilbel

Sascha Luder  bei  Burgfestspielen in Bad Vilbel doppelt auf der Bühne

Sascha Luder spielt bei den Burgfestspielen in Bad Vilbel  in gleich zwei Inszenierungen mit.

Sascha Luder ist auf die Bad Vilbeler Festspielbühne zurückgekehrt. Bereits vor vier Jahren sang, tanzte und spielte sich der gebürtige Züricher in den Musicalinszenierungen „Singin‘ in the rain“ und „Flashdance“ in die Herzen des Publikums. Danach stand er in Köln bei „Bodyguard“ im Rampenlicht und in der „West Side Story“ in Magdeburg. Es folgten Engagements in TV-Serien wie „Hubert und Staller“ oder „Die Chefin“.

In Vilbel steht Luder im Musical „Saturday Night Fever“, das am 13. Juni Premiere feierte, in der Rolle des jungen Italo-Amerikaners Tony Manero auf der Bühne. „Was ich mit Tony teile, ist die Liebe zum Tanzen“, sagt Luder. Es ist das bisher erfolgreichste Musical, das die Burgfestspiele produziert haben, noch beliebter als der bisherige Spitzenreiter „Evita“.

Für Rollen wie die des umschwärmten Disco-Kings Tony, der in der Choreographie zwischen Mambo, Cha-Cha, Samba und natürlich Disco-Fox über die Bühne wirbelt, ist der Diplom-Musicaldarsteller vier Jahre lang an der Bayrischen Theaterakademie in München ausgebildet worden. „In der Rolle des Tony Manero bin ich fast ständig präsent. Zweieinhalb Stunden lang ununterbrochen auf der Bühne zu stehen, ist eine Herausforderung.“

Karten gibt es unter tickets@bad-vilbel.de. „Saturday Night Fever“ läuft noch bis zum 8. September, das nächste Mal am Mittwoch, 31. Juli, um 20.15. Für die Vorstellung sind noch einige Karten erhältlich. „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ läuft das nächste Mal am kommenden Sonntag, 4. August, hier gibt es nur noch einzelne Karten. Informationen zum Spielplan unter www.kultur-bad-vilbel.de.

Nach seiner Ausbildung in München folgten Engagements bei verschiedenen Musicalproduktionen, unter anderem bei den Festspielen in Bad Hersfeld, wo er den Bill in „Kiss me Kate“ spielte. Erste Erfahrungen als Schauspieler sammelte Sascha Luder am Landestheater Schwaben in Memmingen. „In der Schule hatte ich Sprachen als Leistungskurs. Ich spreche Französisch, Spanisch, Englisch und habe in meinen beiden Kölner Jahren Schwedisch gelernt.“

Als Kind wollte er Tierforscher oder Tramfahrer werden. Eine Zeitlang züchtete der 31-Jährige Gottesanbeterinnen. Mit 13 Jahren fing er an, Latein zu tanzen, nahm an Turnieren teil. Zusätzlich belegte der Bariton an seinem Gymnasium Gesangsunterricht. „Ich habe mir in diesem Jahr das neue Musical „Hamilton“ in London angesehen. Ich finde die neue Erzählweise eines historischen Stoffes mit moderner Musik wie Hip-Hop interessant, bin von diesem Musical richtig, richtig begeistert, habe das Album rauf und runtergespielt.“

An seinem Beruf liebt Sascha Luder vor allem, „in verschiedene Rollen zu schlüpfen“, die Abwechslung zwischen Rollen in Musical, Theater und Werbung, aber auch das Reisen. „Ich kann mich in meinem Beruf entfalten und den Zuschauern etwas geben. Das war mir anfangs nicht so bewusst. Trotz der Vielfalt und des großen Angebotes entstehen immer wieder neue Dinge.“

Um vom Beruf abzuschalten, lernt er eine neue Sprache oder kümmert sich um Tiere. „In Bad Hersfeld habe ich einen jungen Spatz unter einem Gitter gefunden, der noch nicht flügge war. Ich habe ihn mit nach Hause genommen, mit Heimchen aufgepäppelt und nach einem Flugtraining freigelassen..“

Das Bad Vilbeler Festspielpublikum kann Luder in dieser Saison nicht nur als Tony Manero in „Saturday Night Fever“ erleben, sondern auch in „Maria, ihm schmeckt’s nicht“, dessen Premiere am 5. Juli war. In der Komödie nach einem Buch von Jan Weiler spielt er den 90-jährigen Opa Calogero der italienischen Sippe. Das Stück ist für die Burgfestspiele eine echte Überraschung, wie Intendant Claus-Günther Kunzmann sagt. Die Auslastung der Wiederaufnahme liegt bei über 90 Prozent.

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