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Das ganze Jahr in einem Film

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Von: Patrick Eickhoff

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Pünktlich fertig: Erna Schlutters Vilbel-Report 2022. eickhoff © Patrick Eickhoff

Die Kamera ist immer mit dabei: Wer einmal auf einer großen Veranstaltung in Bad Vilbel war, dem könnte Erna Schlutter aufgefallen sein. Die 87-Jährige stellt jedes Jahr den Vilbel-Report zusammen. Dieses Jahr erscheint der Dokumentarfilm, der die wichtigsten Ereignisse des Vilbeler Jahres zusammenfasst, zum 31. Mal. „Es war ein aufregendes Jahr“, sagt Schlutter.

„Jetzt gibt es endlich auch den passenden Film dazu.“ Schlutter ist Kamerafrau, Regisseurin und Cutterin in einer Person. „Es ist nicht immer einfach, die richtigen Szenen auszuwählen“, sagt sie. Filmen nehme dabei nicht so viel Zeit in Anspruch, wie das Schneiden. „Ich bin da sehr genau. Das habe ich von meinem Mann übernommen.“

Der hat die Jahresfilme über die Quellenstadt 1992 mit seinem Renteneintritt ins Leben gerufen. Der erste Bad Vilbel Report hieß „Die Quellenstadt in der Wetterau“. Karl-Heinz Schlutter wollte die Entwicklung Vilbels in einem filmischen Archiv festhalten und damit für nachfolgende Generationen sichern. Seit dem Tod ihres Mannes vor 17 Jahren hat Erna Schlutter diese Aufgabe übernommen. „Ich komme unter die Leute, bin bei vielen wichtigen Veranstaltungen dabei. Der Vilbel-Report gehört einfach fest dazu“, sagt sie.

Dieses Jahr habe sie aus gesundheitlichen Gründen im Sommer nicht überall sein können. „Und trotzdem ist viel Material zusammengekommen“, freut sich die 87-Jährige, die in ihrem Studio die DVDs selbst brennt sowie Booklet und Schreiben von Bürgermeister Sebastian Wysocki dazupackt. „Es ist viel Arbeit, aber es lohnt sich.“

Dieses Jahr steht der Vilbel-Report fest im Zeichen von Brücken und Bürgermeistern. „Die alte historische Eisenbahnbrücke wurde abgerissen und durch eine neue ersetzt. Für die alten Vilbeler ist das was Besonderes.“ Schlutter war gleich mehrfach vor Ort, filmt die Entwicklung, die Umleitung der Nidda durch Rohre und das neue Bauwerk. Das erste Mal seit vielen Jahren steht auch eine Amtseinführung eines Bürgermeisters auf dem Programm. Nach 18 Jahren ist Thomas Stöhr nicht mehr angetreten. „Auf einem älteren Report ist seine Amtseinführung. Jetzt war ich bei seiner Verabschiedung dabei und natürlich auch bei der Einführung von Herrn Wysocki.“

Außerdem enthalten im Vilbel-Report ist das Richtfest für das Kinder- und Jugendhaus auf dem Heilsberg, die provisorische Brücke und Bahnbaustelle am Südbahnhof, das Kennenlernfest in den Stadtgärten, die Einweihung des großen Spielplatzes „Im Schleid“, aber auch die Bauarbeiten im Burgpark. „Besonders viel hergegeben hat die Massenheimer Auenkunst“, sagt Schlutter. Die feierte dieses Jahr mit einem VernissageRundgang 15-jähriges Bestehen. „Ich war gleich zweimal zum Filmen da.“

Der „Bad Vilbel Report 2022“ ist als DVD für 15 Euro ab sofort im Kartenbüro der Burgfestspiele, in der Buchhandlung „Das Buch“ in der Frankfurter Straße und direkt bei Erna Schlutter unter 0 61 01/8 40 96 erhältlich. Zudem hat Erna Schlutter noch Restbestände von zwei Büchern, die sie geschrieben hat. Zum einen die Biografie „Ein wechselvolles Leben“ und zum anderen „Jugend im Krieg - Freunde fürs Leben“ bei sich und in der Buchhandlung abgegeben. Beide gibt es für 9,50 und zwölf Euro.

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