Bad Vilbel

Burgfestschauspieler in Kurzarbeit

Wer  Karten für die Burgfestspiele in Bad Vilbel gekauft hat, bekommt nun mehrere Optionen. Eine Lösung gibt es auch für die Schauspieler.

Die Burgfestspiele in Bad Vilbel sind in diesem Jahr wegen des Coronavirus abgesagt worden. Doch die Saison 2020 ist vielleicht doch nicht ganz verloren: „Wir denken darüber nach, im Herbst oder sogar im Spätsommer ein kleines Programm anzubieten“, sagt Festspielintendant Claus-Günther Kunzmann.

Den Spielplan habe man ins Jahr 2021 übertragen können, die neuen Termine sollen in Kürze veröffentlicht werden. Jeder Ticketkäufer soll selbst entscheiden können, ob der neue Termin passt. „Wir möchten nun jeden Gast anschreiben und senden ein Formular mit, das verschiedene Möglichkeiten bietet“, sagt Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU). Karteninhaber haben die Möglichkeit anzukreuzen, ob sie den Ersatztermin wahrnehmen, einen Gutschein erhalten, die Tickets oder einen Teilbetrag spenden oder den Betrag erstattet bekommen wollen.

Festspielintendant Kunzmann ist mitgenommen von den Absagen der Großereignisse: „Ich fand die Hessentagsabsage schon schlimm, aber die Burgfestspiele 2020 abzusagen, ist eine Katastrophe.“ Schließlich gehe es hier nicht nur um Veranstaltungen, die Festspiele treten auch als Arbeitgeber auf und haben damit große Verantwortung. „Schauspieler haben zurzeit massive existenzielle Nöte.“ 

Die Festspielleitung fand eine Lösung. Die Schauspieler wurden in Kurzarbeit geschickt, erhalten aber von den Burgfestspielen etwas Geld obendrauf. In der kommenden Saison, wenn sie voll bezahlt werden können, zahlen sie diesen Zuschuss zurück. „Wir haben null Einnahmen, aber eben einige Ausgaben“, fügt Stöhr hinzu. „Gerade in Bad Vilbel sind wir sehr auf die Ticketeinnahmen angewiesen.“ Der Schaden, den die Saison hinterlasse, könne noch nicht beziffert werden. (nma)

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