+
So sah die Baustelle der Stadthalle im Kurpark im Januar aus.

Bad Vilbel

Bad Vilbel: Bürger sollen Namen für Platz vorschlagen

Der Rohbau der Stadthalle im Kurpark Bad Vilbel steht. Da die Stadtverordneten sich nicht auf einen Namen für den Vorplatz einigen können, planen sie einen Ideenwettbewerb.

Nicht lange ist es her, da machte Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) den Vorschlag, den Platz vor dem neuen Kurhaus „Günther-Biwer-Platz“ zu nennen. Dieses Thema beschäftigte die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung erneut. Auf einen Namen einigen konnten sie sich allerdings nicht.

Es sei üblich, Straße und Plätze nach herausragenden Persönlichkeiten zu benennen, betonte Stöhr. „Dem neuen Platz wird aufgrund der zentralen Lage in der Stadt, der kulturellen Veranstaltungen und der Vereinsnutzung im Kurhaus sowie in der Stadthalle und des Treffpunkts von vielen Bürgern eine große Bedeutung zukommen“, las der Rathauschef aus dem Antrag vor. „Das sind alles Punkte, die Günther Biwer am Herzen lagen.“

Günther Biwer war von Oktober 1979 bis April 1980 als Erster Stadtrat und anschließend bis Juni 2004 als Bürgermeister an der Entwicklung der Stadt maßgeblich beteiligt. Im Jahre 2004 hatten die Stadtverordneten ihn einstimmig als „Ehrenbürgermeister“ ausgezeichnet.

Vor seinem Tod 2013 habe er mit einer Sondergenehmigung noch einmal über den Platz fahren dürfen. „Er war begeistert von dem neuen Ensemble, das dort entsteht“, sagte Stöhr. Irene Utter (CDU) sprach vom „Bürgermeister der Herzen“. Es würde sie freuen, wenn man zu einer gemeinsamen Lösung kommen würde, denn schließlich habe sich Biwer immer um die Vereine, Kultur und die Menschen gekümmert.

Einstimmig für Antrag

Dass die Vorlage erneut in den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen werden soll, begrüßten Jens Matthias, Fraktionsvorsitzender der Grünen und Christian Kühl, Fraktionsvorsitzender der SPD.

Die Sozialdemokraten hatten direkt nach Bekanntwerden des Vorhabens Kritik geäußert und hätten den Platz gerne anders benannt. Stadtrat Udo Landgrebe (SPD) sagte damals: „Was Biwer kultur- und sozialpolitisch in dieser Stadt auf den Weg gebracht hat, muss gebührend anerkannt werden.“ Den Platz am Kurhaus befand er dafür aber als ungeeignet, weil der Platz mit Biwers Wirken nur bedingt etwas zu tun hätte.

Die Grünen brachten einen weiteren Antrag in die Sitzung ein, der die Bürger bei der Benennung ins Boot holen will. Das führe zu einer „höheren Identifikation der Vilbeler mit der neuen Halle“, begründete Fraktionsvorsitzender Matthias die Vorlage. Die Bürgerbeteiligung könne über einen Ideenwettbewerb, eine Abstimmung auf der städtischen Website oder die Gründung eines Benennungs-Teams geschehen.

Damit habe man in Vergangenheit auch beim Nidda-Platz gute Erfahrung gemacht, befand Andreas Cleve von der CDU. Die Stadthalle brauche einen Namen mit breiter Akzeptanz. „Vielleicht fällt dabei auch ein Name ab für einen Saal und oder einen bestimmten Raum.“

Jens Matthias sorgte für den ein oder anderen Lacher. „Ob das dann die Quellen-Halle oder die Klaus-Minkel-Halle ist, werden wir sehen.“ Er wolle nicht zu viel spekulieren.

Die Stadtverordneten stimmten dem Antrag einstimmig zu.

VON PATRICK EICKHOFF

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare