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Schauspieler Matthias Pagani malt, wann immer  ihm seine Engagements Zeit lassen.
Schauspieler Matthias Pagani malt, wann immer ihm seine Engagements Zeit lassen. © privat

Die Gemälde des Schauspielers Matthias Pagani sind bei dem Beratungsunternehmen Lahmeyer in Dortelweil zu sehen. Er hat seit seiner Kindheit immer einen Zeichenblock dabei.

Von Jana Tempelmeyer

Normalerweise steht Andrea Matthias Pagani auf der Bühne. Als Vollblutschauspieler war er schon öfters bei den Vilbeler Burgfestspielen zu sehen, zuletzt 2009 beim Musical „Cabaret“. Jetzt hängen seine Bilder bei Lahmeyer Rhein-Main in Bad Vilbel-Dortelweil.

„Ich male schon immer“, sagt der 45-Jährige. Schon als Kind habe er gezeichnet und hatte immer einen Block dabei. Später las er dann als Jugendlicher das Kunstmagazin Art. Doch seine Bilder hat er nie jemandem gezeigt. Erst vor vier Jahren macht er einen Anlauf und präsentierte einer befreundeten Galeristin aus Stuttgart seine Werke. Etwas unsicher fragt er sie: „Ist das gut?“ Und sie fragt ihn: „Wo stellst du aus?“ Kurz darauf hängen seine Bilder in der Stuttgarter Galerie.

2008 stellt Pagani dann zum ersten Mal in Bad Vilbel aus. Den Kontakt zum Rathaus hat Ehrenbürgermeister Günther Biwer hergestellt. Die beiden kannten sich von den Burgfestspielen. Im Jahr 2003 stand Pagani für das Musical „Evita“ auf der Bühne der Wasserburg. „Ich fühle mich wohl in Bad Vilbel“, sagt der Schauspieler. Im Herbst will er für das Musical„Kiss me Kate“, das für den nächsten Sommer auf dem Spielplan steht, vorsingen. Günther Biwer stellte für Pagani auch den Kontakt zum technischen Beratungsunternehmen Lahmeyer Rhein-Main her.

Verbunden mit der Region

Im Unternehmen werden seit 1999 in unregelmäßigen Abständen Ausstellungen gezeigt. Diese sollen Kunden ansprechen, aber auch Verbundenheit mit der Region unterstreichen, sagt Virginia Ritts, Sekretärin der Geschäftsführung. Die Vernissage von Pagani erfolgte mit einer Vortragsveranstaltung mit dem Wirtschaftsrat.

In dem Firmengebäude hängen im ersten und dritten Stockwerk Bilder Paganis. Der 45-Jährige malt abstrakt. Früher habe er gegenständlich gezeichnet, „so hat jeder angefangen“, aber das sei „zu eindeutig“, findet Pagani. Seine Farben mischt er meist selbst, gerne probiert er da verschiedene Sachen aus. Am liebsten kombiniert er Acrylemulsionen mit Leinöl, die Arbeit mit reinen Ölfarben sei ihm zu langwierig. Pagani bevorzugt Acryllacke, mit denen er die Bilder besprüht. Er würde gerne mehr klare Muster machen, an die Farbfeldmalerei von Mark Rothko denke er da. „Als ich in München vor einem seiner Bilder stand musste ich fast heulen, weil es so schön ist“, erzählt Pagani. Die Bilder berühren ihn, „ganz sachlich und klar, das mag ich.“

Seine Staffelei und seine Materialien, zum Beispiel Lackstifte und Skizzenblock, nimmt er oft zu den Engagements mit. Eigentlich lebt er seit zwölf Jahren in Berlin. Sein Job als Schauspieler macht es erforderlich, das er oft in anderen Städten leben muss, dort will er dann natürlich auch malen. Für die Zukunft erhofft er sich, öfters in Galerien auszustellen, da die Galeristen mehr Kontakte zu Kunstliebhabern haben. Sein Wunsch trägt bereits erste Früchte: Noch in diesem Jahr wird er seine erste Ausstellung in Berlin haben, in einem kleinen „Kunsttempel“ am Prenzlauer Berg.

Die Ausstellung ist für Besucher bis zum 31. Oktober 2011 geöffnet. Die Bilder hängen bei Lahmeyer, Friedberger Straße 173, und können Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr besichtigt werden.

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