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SPD Bad Vilbel: Beratung soll bleiben

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Von der SPD in Bad Vilbel kommt Kritik an der Einstellung der Hilfe bei Rentenfragen. Die FDP kontert, dass nun der Kreis am Zuge sei.

Die SPD kritisiert die Abschaffung der örtlichen Rentenberatung. Mit dem Ruhestand der städtischen Mitarbeiterin, die den Bürgerinnen und Bürger in sämtlichen Rentenfragen unterstützt hat, stellt die Stadt diese Hilfe ein. Der Stadtverordnete Michael Wolf: „Statistiken zufolge gibt es keine Gründe die Rentenberatung einzustellen, gerade die sehr komplizierten Fragen bei der Hinterbliebenenrente sind gestiegen.“

Nun müssten die Menschen nach Friedberg zu fahren. Da es aber hauptsächlich ältere, weniger mobile Leute betreffe, sei der Weg oftmals zu beschwerlich. Zwar ist der SPD bewusst, dass die Rentenberatung eine freiwillige Leistung der Stadt sei, aber gerade Bad Vilbel „hat überhaupt keinen Grund, diese Leistung einzustampfen“, heißt es in der Mitteilung. Die SPD-Fraktion wolle den Magistrat dazu auffordern, die Rentenberatung aufrechtzuerhalten. Wenn schon nicht mit einer hauptamtlichen Stelle, dann wenigstens mit einem oder zwei regelmäßigen Terminen pro Woche, so Fraktionschef Christian Kühl. „Hier würde sich auch eine Zusammenarbeit mit dem Wetteraukreis anbieten, der vielleicht neben Friedberg und Büdingen eine dritte Beratungsstelle im hiesigen Rathaus einrichten könnte“ so Kühl. Es sei nicht hinzunehmen, dass die Stadt diese wichtigen Aufgaben immer mehr einstampfe.

Unterdessen wirft der FDP- Fraktionsvorsitzende Jörg-Uwe Hahn der SPD vor, immer nur zu „nölen”, ohne eigene konstruktive Vorschläge zu machen. „Unsere Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn hat immer wieder deutlich gemacht, dass die Stadt keine konkrete Rentenberatung durchführen kann, weil ihr die individuellen Zahlen gar nicht vorliegen. Das hat natürlich auch viel mit Datenschutz zu tun. Wenn vielleicht auch deshalb die Nachfrage in unserem Rathaus immer geringer wurde, so musste nach dem altersbedingten Ausscheiden der derzeit auch mit dieser Frage Beschäftigten Mitarbeiterin eine andere Lösung her,“ so Hahn, der auch im Kreistag sitzt.

Er fordert die Vilbeler und Wetteraukreis-Genossen auf, den Vorschlag von Christian Kühl einfach umzusetzen, wonach der Wetteraukreis neben Friedberg und Büdingen auch in Bad Vilbel sein Beratungsangebot erweitere.

„Gerne unterstützt die FDP in Bad Vilbel und im Kreis eine Initiative, die die SPD-Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch auffordert, in der südlichen Wetterau auch bei der Rentenberatung aktiv zu werden“, so der Freidemokrat. 

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