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Das alte Hallenbad wurde inzwischen abgerissen. Hier soll die Stadthalle entstehen. Foto: Monika Müller

Bad Vilbel/Karben

Der Bauboom geht weiter

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Auch im neuen Jahr werden in den beiden Nachbarstädten die Bauaktiviäten fortgesetzt. In Vilbel auch mit Blick auf den Hessentag.

Hoffnung und Erwartung liegen auch in diesem Jahr in Bad Vilbel wieder dicht beieinander. Ab Sommer soll mit der Erschießung für das „SmartCity Springpark Valley“ begonnen werden, wo mal Tausende Menschen Arbeiten und Wohnen sollen. Laut Stadtrat Klaus Minkel (CDU) „wird derzeit an den vertraglichen Grundlagen gearbeitet“. Das Projekt, das die Kleinstadt in den städtebaulichen Futurismus des 22. Jahrhunderts katapultiert, könnte 2019 den Status einer Vision verlieren, von denen es in Bad Vilbel viele gab: Großbrauerei, chinesisches Handelszentrum oder Möbelgigant Segmüller, der sich mutmaßlich noch die Option offen hält.

Nach dem Unfalltod des Bäderkönigs Josef Wund bleiben auch das Wellness- und Kommunalbad Vision. „In wenigen Monaten wird sich voraussichtlich der Nebel lichten“, sagte Minkel Ende November gegenüber der FR. Fraglich ist, was es dann in Sachen Bad zu sehen geben wird. Als sicher gilt, dass die Stadt auch 2019 ihren Bürgern kein Bad wird bieten können – außer dem im Ortsnamen.

Der Hessentag im Sommer 2020 hat bereits 2018 einen baulichen Schatten geworfen, der sich in diesem Jahr noch vergrößern wird, sichtbar etwa am Aufhübschen der Frankfurter Straße. Nicht nur chic gemacht, sondern grundlegend modernisiert wird das Kurhaus und nebenan wird die Stadthalle wachsen. Selbst Optimisten sollen Zweifel hegen, dass die Eröffnung zum Hessentag klappt.

Auch 2019 werden die Straßenbaustellen wohl nicht ausgehen, am Weißen Stein in Massenheim und in der Kernstadt an der Parkstraße/Niddastraße sollen Kreisverkehre gebaut werden. Der morgendliche und abendliche Verkehrskollaps wird der Stadt aber auch 2019 erhalten bleiben.

In Karben muss der Autofahrer sich ebenfalls in Geduld üben. Die Durchgangsstraße in Klein-Karben wird wegen Sanierung und Kanalbau gesperrt. Ähnlich verhält es sich in Großkarben zwischen Bahnhofstraße, Parkstraße und Christinenstraße. Das Großprojekt Neue Mitte könnte in diesem Jahr fertig werden - zumindest steht eine Teileröffnung in Aussicht, heißt es von der Stadt. Die Wohngebiete vis-à-vis reifen, baulich das Areal „Taunusbrunnen“ und planerisch das „Brunnenquartier“. Auf ersterem Gelände entstehen für bis zu 500 Menschen rund 150 Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen.

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