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Baubeginn auf der Amiwiese

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Von: Martin Brust

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Freier Blick auf den Taunus: Das Bad Vilbeler Neubaugebiet Amiwiese auf dem Heilsberg
Freier Blick auf den Taunus: Das Bad Vilbeler Neubaugebiet Amiwiese auf dem Heilsberg © Christoph Boeckheler

Heiß begehrt ist das neue Bad Vilbeler Baugebiet im Südwesten Bad Vilbels. „Wir hätten jedes Grundstück dreifach verkaufen können“, sagt Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU). Für die 35 Grundstücke der ersten Tranche gab es 100 Bewerber.

Acht Holzpflöcke markieren das neue Zuhause der Familie Maaz. Die vier in Rosa zeigen den Standort des künftigen Wohnhauses, die vier in Orange den der Garage. Dazwischen schlammige Erde – aber nicht mehr lange. Bereits am Donnerstag dieser Woche sollen die Bagger anrollen und die Arbeiten an der Bodenplatte starten.

Auf einen Keller verzichten die Eheleute Maren und Sebastian mit ihren beiden Babys Felicia Sophie und Louisa Patricia. Wenn der Winter mild wird und nichts schief geht beim Bau, wollen die vier Bad Vilbeler schon im kommenden März aus ihrer beengten Mietwohnung in der nur 500 Meter entfernten Otto-Fricke-Straße ins neue Heim ziehen.

„Wir hätten jedes Grundstück dreifach verkaufen können“, freute sich Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) bei der Übergabe. Konkret heißt das: Für die 35 Grundstücke der ersten Tranche gab es 100 Bewerber, für die restlichen 21 Bauplätze aus der zweiten Tranche waren es 87. Für diese Grundstücke ist das Auswahlverfahren ebenfalls bereits abgeschlossen, aber die Verträge sind noch nicht notariell beglaubigt, während bei der ersten Tranche bereits alles unter Dach und Fach ist.

Und dann gibt es da noch die Grundstücksreserve, das Filetstück des gesamten Gebietes. Denn es liegt am südwestlichen Rand – mit freiem Blick Richtung Frankfurt und Taunus. Warum eine Reserve, wenn doch der Ansturm so groß war, fragte die Frankfurter Rundschau Bürgermeister Stöhr. „Das ist in vielen Kommunen so Praxis und auch vom Stadtparlament abgesegnet“, sagte Stöhr. Die Flächen sollen in den nächsten „zwei, drei Jahren“ vermarktet werden, wenn die meisten übrigen bereits bebaut und die damit einhergehenden Belästigungen vorbei sind.

Die 56 Grundstücke aus Tranche 1 und 2 sind meistenteils zwischen 500 und 700 Quadratmeter groß, im oberen Hangbereich Richtung Uhlandstraße gibt es auch Flächen von rund 800 und 1000 Quadratmetern. Bei der Bewerberauswahl hat die Stadt verschiedene Kriterien berücksichtigt. Die besten Chancen hatte, wer ebenso wie seine Eltern in Bad Vilbel gebürtig ist, immer noch hier wohnt und auch arbeitet und mehrere Kinder hat. Auch die Preise, die die Stadt verlangt, hängen von diesen Faktoren ab: 510 Euro je Quadratmeter zahlen Auswärtige, 50 Euro weniger Einheimische. Und für die ersten beiden Kinder wird der Kaufpreis nochmals um jeweils 25 Euro je Quadratmeter ermäßigt.

Lockere und grüne Siedlung

„Nach der Auswahl der Bewerber durch die städtischen Gremien können wir feststellen, dass hier der Wunsch vieler junger Familien mit Kindern in Erfüllung geht, sich in diesem Bereich ein Eigenheim zu realisieren“, sagte Stöhr bei der Übergabe und verwies auf den Geburtenüberschuss, den Bad Vilbel im vergangenen Jahr gehabt habe. Im Baugebiet Taunusblick werde eine sehr lockere und grüne Siedlung entstehen, versprach der Bürgermeister.

Das Baugebiet war lange umstritten, weil Anwohner mehr Verkehrslärm befürchten, aber auch weil in dem Bereich ökologisch wertvoller Magerrasen wuchs.

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