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Inspiration Hölderlin-Gedicht: ein Exponat von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries.

Bad Vilbel

Die neue Auenkunst Massenheim zeigt 41 Werke

  • Petra Zeichner
    vonPetra Zeichner
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Unter den sieben neuen Exponaten sind auch diejenigen von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries: Sie beziehen sich auf den Dichter Friedrich Hölderlin.

Wenn Kunsthistorikerin Astrid von Luxburg nach den mittlerweile 41 Kunstwerken gefragt wird, die auf den Wiesen entlang des Erlenbachs in dem Bad Vilbeler Stadtteil Massenheim stehen, gerät sie ins Schwärmen. Vor allem eines davon hat es der Ausstellungs-Kuratorin in der neuen, heute beginnenden Ausstellung angetan: die „Objekte“ eins bis fünf, geschaffen von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries. Die Bildhauerin und ihr Künstler-Kollege beziehen sich damit nämlich auf den Dichter Friedrich Hölderlin, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 250. Mal jährt.

Und dass der Dichter auch durch Bad Vilbel gekommen ist - nun, davon ist zumindest von Luxburg überzeugt. „Auch wenn keine Quelle das belegt“, sagt die promovierte Kulturwissenschaftlerin. Denn als Hölderlin anno 1796 von Kassel nach Frankfurt reiste, habe es keinen anderen Weg für die Kutsche gegeben, als den über Bad Vilbel.

Anfahrt und informationen

Am Samstag, 31. Oktober, beginnt die „Massenheimer Auenkunst“. Anfahrt zur Auenkunst: Mühlstraße 10, Bad Vilbel - Massenheim.
Weitere Informationen: https://kultur-erlebnis.de, https://auenkunst-massenheim.de

Die Kunstobjekte von Harms und Müller-Fries sind aus Stahl und Holz und hängen oder stehen fünfmal auf dem Auenkunst-Gelände, an jeweils verschiedenen Orten. Betitelt sind sie mit Versen aus dem Hölderlin-Gedichtfragment Nummer 50. Sie gehören zu den sieben neuen Werken, die ab diesem Jahr in der Erlenbachaue zu sehen sind. Daneben stehen die 34 anderen aus vergangenen Jahren.

„Wir suchen Sponsoren für die Kunstwerke, manche werden auch von der Stadt gekauft“, sagt von Luxburg. Dann können die Werke für immer in Bad Vilbel bleiben, manchmal auch an wechselnden Standorten. Was nicht verkauft wird, findet den Weg zurück zum oder zur Urheber:in. Aber da sich immer wieder Käufer:innen finden, wächst die Zahl der Exponate seit der ersten Ausstellung 2007 stetig.

Ursprünglich hatte die Stadt als Veranstalterin der Auenkunst zur Eröffnung eine Führung mit der Kuratorin vorgesehen. Doch die fällt coronabedingt aus. Dafür weist ein Audioguide an den Plastiken und Skulpturen, abrufbar mit dem Smartphone über QR-Codes, den digitalen Weg zu weitergehenden Informationen. Ein Kuratorinnen-Rundgang soll nachgeholt werden, sobald die Corona-Lage es wieder zulässt.

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