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Bestens besucht: Auch der Biergarten der Alten Mühle in Bad Vilbel ist wieder geöffnet. Foto: Rolf Oeser
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Bestens besucht: Auch der Biergarten der Alten Mühle in Bad Vilbel ist wieder geöffnet.

Wetterau

Bad Vilbel: Bummeln und Bier trinken ohne Tests

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Kundinnen und Kunden nutzen die ersten Lockerungen nach langer Corona-Pause zum Einkaufen und Essengehen

Das Bild hat seit Monaten der Frankfurter Straße gefehlt. Es ist Mittagszeit, und Leute an den Stehtischen des Imbisses mit dem hochtrabenden Namen „Grillpalast“ lassen sich dort Hamburger mit Pommes schmecken - ganz offiziell. Auch anderorts auf Bad Vilbels Einkaufsmeile laden vor Lokalen Stühle und Tische auf dem Trottoir zum Speisen ein. Der Corona-Inzidenzwert in der Wetterau von rund 32 lässt seit vergangenen Freitag nicht nur Gastronomen in freudige Betriebsamkeit übergehen, sondern auch fast alle Ladeninhaber:innen. Manche werben um Kundschaft mit dem Hinweis „ohne Test“.

„Das Vorlegen eines Negativ-Tests ist nur noch bei Gästen nötig, wenn die im Innenraum eines Lokals sitzen“, sagt Stadtpressesprecher Yannick Schwander. Für Geschäfte werde ein Testbescheid nur noch empfohlen. Der Inhaber könne nun selbst darüber entscheiden. Allerdings können weiterhin nicht beliebig viele Kunden in den Verkaufsraum und ohne Maske schon gar nicht, so Schwander. Eine Maske ist bereits im Kernbereich der Frankfurter Straße über Mund und Nase zu tragen.

Öffnung in Bad Vilbel: Überraschte Gaststätten suchten eilig Personal zusammen

„Vom frühen Erreichen der Stufe 2 waren wir überrascht. Wir hatten damit nicht vor Pfingsten gerechnet“, sagt Jochen Lukarsch, Vorsitzender des Bad Vilbeler Gewerberings. Manch ein Wirt in der Stadt habe sich über Facebook noch in aller Eile Personal zusammengesucht, als absehbar war, dass es am Freitag weitergeht. Bürgermeister Thomas Stöhr und Erster Stadtrat Sebastian Wysocki (beide CDU) standen mit dem Gastronomen regelmäßig per Videokonferenz in Kontakt, heißt es von der Stadt. Wegen der Kurzfristigkeit der Stufe 2 habe nicht jeder gleich durchstarten können, heißt es.

Im Fachbereich Kultur der Stadt lässt man es hingegen langsam angehen. Der Pavillon mit dem Römermosaik im Kurpark wurde am Freitag geöffnet, teilt Kulturamtsleiter Claus-Günther Kunzmann auf Anfrage mit. Beim Brunnen- und Bädermuseum sowie bei den Stadt- und Kostümführungen will er sich noch etwas Zeit lassen. Dagegen ist die Bibliothek am Niddaplatz für das Publikum geöffnet. Dort Zeitungen lesen oder sich an einem der Arbeitsplätze setzen, dass geht noch nicht.

Lockerung in Bad Nauheim: Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen bleiben noch zu

Abgesehen von Läden und Lokalen gibt man sich auch in Bad Nauheim bei der Öffnung verhalten. Das Gradierwerk ist in Betrieb, es kann jedoch nur von außen die davon ausgehende Meeresbrise genossen werden. „Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen bleiben geschlossen“, sagt Uta Heinrich von der Tourist Information. „Zurzeit ist es noch zu unsicher. Schon nächste Woche kann der Inzidenzwert so gestiegen sein, dass wieder zu gemacht werden muss.“. Die Übernachtungsbetriebe werden nicht vor Juni wieder Touristen beherbergen. Bis dahin müsse sich auch die Kultur in der Stadt gedulden. Tickets sind noch nicht erhältlich, um sich die aufwändige Rückabwicklung des Kaufs bei Terminabsage zu ersparen, so Heinrich.

Aber eines soll es in diesem Sommer in Bad Nauheim gewiss geben, das Elvis-Festival. „Die Planung läuft, alles wird draußen stattfinden“, heißt es. Und auch die Aufstellung des lebensgroßen Elvis aus Bronze auf dem Usa-Steg am Kurpark wird nachgeholt, am 13. August.

Bad Vilbel lockert - aber das Volksfest Vilbeler Markt fällt dennoch aus

Hingegen wird es auch in diesem Jahr nicht die 200. Auflage des Vilbeler Marktes geben. Die Burgfestspiele sind hingegen am Pfingstwochenende mit dem „Dschungelbuch“ angelaufen, jedoch mit Corona-bedingt weniger Publikum - wie schon im vergangenen Sommer. Diesmal wird zum Einlass nicht nur ein Ticket benötigt, sondern ebenso ein amtlicher Test mit negativem Ergebnis oder ein Nachweis, dass der Besucher oder die Besucherin bereits gegen das Virus immun ist. Laut Gewerberingchef Lukarsch herrscht unter den Mitgliedern schon Freude, aber keine Euphorie. „Wir müssen noch immer mit Maske und Abstand viel Vorsicht walten lassen“, sagt er.

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