Bad Vilbel

Bestattung unter Bäumen

  • Kerstin Klamroth
    vonKerstin Klamroth
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Auf dem Dortelweiler Friedhof gibt es neue Urnengräber.

Ein weites Feld, neugepflanzte Bäume und ein Platz zum Gedenken, das ist das neue Baumbestattungsfeld auf dem Dortelweiler Friedhof. Ab sofort können Familien und Freunde ihre verstorbenen Angehörigen in einem der Gräber, die kreisförmig um die Bäume angeordnet sind, bestatten lassen. Pro Grab ist laut Stadtverwaltung Platz für zwei Urnen.

Das Baumbestattungsfeld war ein lang gehegter Wunsch des Ortsbeirats. Gemeinsam mit dem Dortelweiler Ortsvorsteher, Herbert Anders, besuchte Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) das neue Bestattungsfeld noch vor der ersten Beisetzung und ließ sich vom städtischen Mitarbeiter, Uwe Schnobl, erklären, wie das Feld angelegt ist. „Die Bestattungskultur hat sich in den letzten Jahren verändert. Immer weniger Menschen möchten in einem Tiefgrab zur letzten Ruhe getragen werden. Stattdessen wählen viele Menschen bereits vor ihrem Tod die Möglichkeit einer alternativen Bestattungsform. Auf unseren Friedhöfen bieten wir den Menschen hierzu viele Alternativen an und kommen somit den meisten Wünschen entgegen“, erklärt Bürgermeister Stöhr.

Das Baumbestattungsfeld bietet in einem Radius von zwei Metern um die Bäume Urnenwahlgräber an, in die jeweils zwei Urnen passen. In die Erde kommen nur vergängliche Urnen. Wer seinen Angehörigen Gestecke oder Trauerschalen auf den letzten Weg mitgeben möchte, kann diese an einem Gedenkplatz ablegen, eine Bepflanzung der Grabstätte selbst ist nicht zulässig. Zudem ist es möglich, am Grab selbst eine Platte in den Rasen einzulassen, in die die Namen und Daten der Verstorbenen eingraviert sind. „Jede Bestattungsform muss eine würdige Art des Gedenkens an die Verstorbenen darstellen. Das Baumbestattungsfeld tut dies in einer zurückhaltenden Art, die in ihrer Symbolik jedoch das ewige Leben zum Ausdruck bringt“, so Stöhr.

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