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Auf vier Pfoten ins kühle Nass

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Nicht nur sportlich, auch gesellschaftlich ist das Hundeschwimmen im Bad Vilbeler Freibad für Vier- und Zweibeiner aus der Region ein beliebter Treffpunkt. Fauerbach (2) © Christine Fauerbach

Bad Vilbel - Das Badevergnügen im Bad Vilbeler Freibad endete auch dieses Jahr wieder mit einem besonderen Angebot: Am Samstag konnten sich Vierbeiner ins feuchte Nass stürzen. Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Planschbecken standen zum Schwimmen, Planschen, Spielen und Erforschen offen.

Trotz des kühlen Wetters konnte Schwimmmeister Jörg Lau im Laufe des Tages 41 Hundehalterinnen und -halter in Begleitung von 58 Zweibeinern begrüßen. „Das ist für das nasskalte und windige Wetter eine ordentliche Besucherzahl“, bilanzierte Lau.

Fröhliches Hundegebell wies Ankommenden den Weg ins nasse Paradies. Einige Vierbeiner erkundeten das Wasser erst einmal vorsichtig vom Beckenrand oder der Treppe aus mit einer Pfote, schnupperten, überlegten und kehrten um. Falls möglich, zogen die wasserscheuen Vierbeiner die zur Spielweise umfunktionierte Liegewiese den Wasserbecken vor. Hier konnten sie mit Artgenossen ungehindert spielen und toben. Andere Hunde wie Balu (2,5), der mit seiner Halterin Selina Groß aus Nidderau-Heldenbergen in die Kurstadt gekommen war, überwindet sofort alle Hemmungen. Er und andere springen dem ins Wasser geworfenen Spielzeug hinterher.

Zu den Besuchern beim Hundeschwimmen gehörte Tierärztin Kristina Lau aus Hannover. „Unter neun Grad Celsius Außentemperatur sollten Hunde nicht schwimmen“, rät sie allen Haltern. Und fügt hinzu: „Die Hunde sollten im und außerhalb der Becken nicht unbeaufsichtigt sein, obwohl Hunde gute Schwimmer sind.“

Patricia Bodens aus Alzenau nutzte den Besuch bei Freunden in der Quellenstadt zu einem Abstecher ins Freibad. „Das ist hier heute ein sehr schönes Angebot. Balou (14 Monate) schwimmt gerne und freut sich immer sehr, wenn er andere Hunde trifft. Wir haben zu Hause einen Pool, in dem er ebenfalls gern schwimmt.“ Tierärztin Lau schmunzelt beim Blick auf die eifrigen Schwimmer: „Die haben morgen bestimmt Muskelkater.“ Andreas van Almsick aus Klein-Karben ist mit Kira (4) gekommen. Er sagt: „Ich fände es schöner, wenn es dieses Angebot mehrere Tage lang geben würde. Es ist ein Riesenspaß für die Hunde und die Halter. Es ist immer ein Event und wie eine Hundewiese mit Schwimmbad.“

Julia Kolb ist mit Josh (5) und Mayla (3) gekommen. „Wir sind immer hier, obwohl meine Hunde wasserscheu sind und nicht schwimmen. Wir kommen trotzdem, weil es ein schönes Event ist, man viele Halter mit seinen Hunden trifft“, sagt die Vilbeler Hundetrainerin. Sie wie viele andere Halter wünschen sich die Ausweitung des Angebots auf mehrere Tage. „Dann hätte man eine größere Chance, auch trockenes und warmes Wetter zu erwischen.“

Schwimmmeister Jörg Lau kennt die Wünsche der Hundefreunde. Allerdings müsste dann der Termin in Vilbel verlegt werden. „Wenn wir sonntags Hundeschwimmen anbieten, dann beschweren sich Anwohner über das fröhliche Hundegebell.“

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Balu hat das Nichtschwimmerbecken lange Zeit für sich allein. © Christine Fauerbach

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