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Orgelpfeifen hat die digitale Rodger Organ nicht mehr nötig. Der Organist Burkard Schiessmann demonstrierte in Bad Vilbel, wie das elektronische Instrument klingt.
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Orgelpfeifen hat die digitale Rodger Organ nicht mehr nötig. Der Organist Burkard Schiessmann demonstrierte in Bad Vilbel, wie das elektronische Instrument klingt.

Heilig-Geist-Kirche Bad Vilbel

Die Architektur der Akustik

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Der aus Bad Vilbel stammende Orgel-Virtuose Burkard Schliessmann spielte in der Heilig-Geist-Kirche auf einem Digitalinstrument - und verewigte damit die Akustik des Gotteshauses in einer Referenzaufnahme.

Zur Referenzklasse zu zählen, das ist eine besondere Auszeichnung. Dies kann nun auch die Heilig-Geist-Kirche auf dem Heilsberg mit ihrer Raumakustik für sich beanspruchen. Der Orgel-Virtuose Burkard Schliessmann spielte dort Stücke für eine Demonstrations-CD des Kirchenorgelherstellers Rodger Organ ein, der zum Musikinstrumentenkonzern Roland gehört. Dies teilt der technische Produzent Christoph Klüh mit.

Obwohl Schliessmann auf einem Sakralinstrument spiele, das die Töne nicht analog aus Pfeifen, sondern digital aus einem Mikrocomputer hervorbringe, sollte die Akustik eines Kirchenraumes nicht außen vor bleiben, weil dieser wesentlich zum natürlichen Klangeindruck beitrage, heißt es.

Die Rodger kann mit ihren Tönen aus Bits und Bytes verschiedene Orgelmodelle bis hin zum Millionen Euro teuren Silbermann-Instrument imitieren. Möglich wird dies mit der Sample-Technik: Die Töne wurden vom analogen Original digital aufgenommen. Beim Betätigen der Tasten und Pedale werden sie entsprechend aus dem Speicher ausgelesen.

Klüh, der selbst Orgel studiert hat und aus Bad Vilbel stammt, fand mit der Heilig-Geist-Kirche einen architektonischen Klangkörper, der den Ansprüchen des rund 150.000 Euro teuren Instruments – eine Spezialanfertigung für Schliessmann – gerecht wird.

Für die Einspielung wurde die Orgel in dem Gotteshaus installiert. Die Einspielung der Aufnahmen geschah an drei Tagen im Juli, in den Schulsommerferien. „In dieser Zeit war der Autoverkehr vor der Kirche geringer“, sagt Klüh auf Anfrage der Frankfurter Rundschau. Um die Besonderheit der Produktion zu unterstreichen, sind laut Klüh „höchst anspruchsvolle Orgelwerke“ ausgewählt worden.

Zum Repertoire gehören etwa die dorische Toccata und Fuge von Johann Sebastian Bach, das „Prélude, Fugue et Variation“ von César Franck und die „Vater Unser“-Sonate von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die CD kann seit Ende Oktober unter dem Titel „Burkard Schliessmann on Rodger Organ“ bei der Firma Rodger angefordert werden. Die Referenz-CD gibt es nur in einer geringen Auflage.

www.rodgers.de

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