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Grünzüge und Wasserflächen sollen ein inspirierendes Arbeitsumfeld im Spring Park Valley schaffen.

Bad Vilbel

Arbeitsquartier in Bad Vilbel: Dritter Investor steigt ein

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In Bad Vilbel entsteht ein neues Arbeitsquartier für 6500 Menschen.

Das Projekt Spring Park Valley in Bad Vilbel hat einen weiteren Teilhaber. Laut Stadtrat Klaus Minkel steigt ein Investor aus der Baubranche in das Projekt ein, das Arbeitsplätze für Hightechfirmen und Start-ups bieten soll. Geplantes Investitionsvolumen: rund 800 Millionen Euro.

Als vor einigen Jahren bekanntwurde, dass ein Campus auf einem 90 000 Quadratmeter großen Grundstück entstehen würde, haben nicht wenige ungläubig den Kopf geschüttelt. Bei manchen hielt das Kopfschütteln an, als der Bad Homburger Mitinvestor Jörg-Peter Schultheis das Großprojekt in zwei Bürgerversammlungen vorstellte. Dennoch hat das Projekt bundesweit große Beachtung gefunden. Denn auf dem Gelände, das mit modernster Technologie ausgestattet werden soll, sollen ab dem Sommer rund 6500 Arbeitsplätze entstehen. Außer der Arbeitsplatzzahl erregt auch die Architektur großes Aufsehen.

Schultheis ist quasi der Investor mit Lokalkolorit, der in den städtischen Gremien dieses Großprojekt vorgestellt hat. Das stemmt er finanziell nicht allein, den Löwenanteil hat bisher die Cesa-Group aus Berlin gehalten.

Doch jetzt ist eine weitreichende Entscheidung gefallen: „Ein sehr bedeutender, sehr erfahrener und finanziell sehr leistungsfähiger Bauträger geht mit 45 Prozent in das Projekt“, teilte Stadtrat Klaus Minkel (CDU) mit. Damit reduziere sich der Anteil von Cesa auf 45 Prozent, bei Schultheis liegen unverändert zehn Prozent.

Projekt gewinnt an Stabilität

Minkel ist der städtische Projektführer. Er sagt, damit gewinne dieses anspruchsvolle Bad Vilbeler Großprojekt erheblich an Stabilität, auch finanziell. „Diejenigen, die das Projekt totgesagt hatten, haben zu früh geunkt. Bad Vilbel kommt seinem großen Ziel näher, das vor 30 Jahren von mir definiert worden ist: die Arbeitsplatzlücke in Bad Vilbel durch hochwertige Arbeitsplätze zu schließen.“

Auf dem Areal an der B3 haben am 1. August 2019 die Erschließungsmaßnahmen begonnen. In einem sogenannten visionären Umfeld zum Arbeiten, Wohnen und Leben sollen Innovatoren neue Technologien und Geschäftsmodelle entwickeln. Architektonisches Kernstück sind sieben fantasievoll gestaltete „Domes“ mit unterschiedlichen Raumkonzepten, die die dort Arbeitenden bei der jeweiligen Aufgabenstellung unterstützen und motivieren sollen.

Dabei soll dieses Projekt beileibe kein reines Gewerbegebiet werden. Schultheis hat versprochen, dass es allen Bad Vilbelern offenstehe. Das Gelände wird zudem durchgrünt, die Dächer werden begrünt, es werden Wasserzonen angelegt.

Studierende und Start-ups sollen sich gegenseitig inspirieren. Eine Art Testlauf dafür hat das Projekt bereits bestanden. Wie die Pressesprecherin Anja Heß berichtet, haben 70 Start-ups sowie Studierende der EBZ Bochum und der Hochschule Ruhr-West in einem Workshop an Konzepten für das Erlebnis in emotionalen Gebäuden gearbeitet.

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