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Benjamin Olt aus Bad Vilbel ist ein Meister großer Worte.
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Benjamin Olt aus Bad Vilbel ist ein Meister großer Worte.

Bad Vilbel

13-Jähriger gewinnt bundesweiten Lyrikpreis

Der Bad Vilbeler Schüler Benjamin Ott hat eine für sein Alter ungewöhnliche Leidenschaft: Er schreibt Gedichte - und zwar so erfolgreich, dass er jetzt dafür in München ausgezeichnet wurde.

Von Jana Tempelmeyer

Benjamin Olt ist ein eher schüchterner 13-jähriger Junge. Er spricht wenig, seine Antworten sind kurz und knapp, viel mag er nicht von sich preisgeben. Und doch – Benjamin ist ein Junge großer Worte. Die findet er, wenn er Gedichte schreibt: „Nimm die Feder in die Rechte, halt sie dicht übers Papier. Mal ein Bild deiner Gedanken, deine Farben sind die Worte.“ So klingt es, wenn Benjamin den Stift in die Hand nimmt und seiner Kreativität freien Lauf lässt.

Kein Wunder, dass der Nachwuchsautor jüngst einen Lyrikpreis in seiner Altersklasse gewonnen hat. Beim FiFa-Verlag (Fiction & Fantasy) München hatte er sein Gedicht „Die Lehre des Schriftstellers“ eingereicht. Die Preisverleihung fand in München statt. Dort durfte er sein Gedicht vor knapp 150 Leuten vortragen und bekam eine Urkunde und einen Buchpreis.

Der Verlag hat sich darauf spezialisiert, junge Talente zu fördern und ihnen dabei zu helfen, eigene Werke zu veröffentlichen. Beim Wettbewerb gibt es verschiedene Kategorien, unter anderem kann man Theaterstücke, Rezensionen und Kurzgeschichten einsenden.

Benjamin begrenzt sich in seinem Schaffen nicht ausschließlich auf Lyrik: Sogar einen Roman hat er angefangen zu schreiben. Darin geht es um einen Jungen, der auf eine neue Schule kommt und sich dort zurechtfinden muss. Die Arbeit am Roman muss zurzeit etwas ruhen, da ihn die Schule stark beansprucht. Benjamin besucht die 8. Klasse des Georg-Büchner-Gymnasiums. Mit zehn Jahren hat er begonnen zu schreiben. Er könne sich schon vorstellen, später als Schriftsteller zu arbeiten, sagt er. Aber auch ein Praktikum bei Greenpeace würde er gerne machen, da er sich für Naturschutz einsetzen möchte.

Inspirieren lässt sich der 13-Jährige von den Gedichten und Balladen Schillers. Er interessiert sich aber auch für Fantasyromane; Eragon und die Geschichten Harry Potters gehören zu seiner bevorzugten Lektüre.

Sein Deutschlehrer war einer der Ersten, der das Talent Benjamins erkannte. Er war es auch, der ihn auf den Wettbewerb des FiFa-Verlags aufmerksam machte.

„Ich kenne keinen 13-Jährigen, der sich für Menschenrechte und Politik interessiert. Außer Benjamin“, sagt die Mutter Carola Olt, die selbst einen besonderen Bezug zum Schreiben hat. Mit 16 Jahren hat sie begonnen, an einem Roman zu arbeiten, seit über zehn Jahren trifft sie sich regelmäßig mit einer Gruppe, um kreatives Schreiben zu üben. Ihr Sohn habe schon immer „verblüffende Interessen“ und eine „sehr umfangreiche Fantasie“ gehabt. Trotzdem sei sein Talent von alleine gewachsen, betont die Mutter.

Mit seinen Freunden dreht Benjamin auch eigene Filme. Sketche, Stummfilme und normale Spielfilme gehören zum Repertoire. „Nicht jetzt mit der Qualität“, lenkt Benjamin ein. Aber er hat ja noch Zeit, professionell zu werden. Benjamin ist erst 13.

Infos über den Schreibwettbewerb im Internet unter www.realhomepage.de/members/FiFa-Verlag/index.html

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